Die Bundesliga am Scheideweg

Wenige Tage vor Beginn der Rückrunde der Bundesliga hat die DFL ihre Geschäftszahlen für die vergangene Saison vorgelegt. Dass die Liga selbst ihre Situation in den positivst möglichen Farben ausmalt, kann man ihr nicht verdenken. Dass die meisten deutschen Medien diese PR-Präsentation als ökonomische Tatsache wiedergaben, ohne sich auch nur die Mühe zu machen, die von der Liga geschickt selektiv ausgewählten Beispiele zu hinterfragen, ist zwar weniger korrekt, aber im Kontext des deutschen Sportjournalismus nichts Neues.

In die Begeisterung über die „solideste Liga Europas“ (FAZ) mit den meisten Zuschauern und einer weithin gefeierten Eintrittssperre für Investoren aus dem Ausland (für Volkswagen, Bayer und Dietmar Hopp hat man noch immer eine Lösung gefunden) mischen sich aktuell zwar erste skeptische Stimmen, die den Unterhaltungswert einer Liga, deren Meister auf Jahre hinaus festzustehen scheint (Rudi Völler), in Frage stellen. Doch ungebrochen werden weiter genau die Mechanismen verteidigt und für unumgänglich erklärt, die diese Einseitigkeit flankieren und zementieren: das Financial Fairplay-Reglement der UEFA und die 50+1-Regel der DFL. Zusammen genommen sichern sie den FC Bayern in Deutschland und Europa hermetisch gegen neue Konkurrenz ab: Kein externer Investor darf in der Bundesliga versuchen, auf ökonomische Augenhöhe mit den Münchnern zu gelangen. Und kein Club in Europa darf versuchen, so viel auszugeben wie die Elite des Kontinents – es sei denn, er verdient vorher so viel wie diese. Das kann er aber nur in der Champions League-Spitze. In welche er wiederum nicht kommt, wenn er nicht so viel Geld ausgeben darf.

Die beschriebene Situation trifft zum Teil auf alle großen Ligen Europas zu. Auch in England, Spanien und Italien kann von offenem sportlichen Wettstreit keine Rede sein. Die einsame Dominanz der Bayern ist in den letzten Jahren aber so eklatant geworden, dass das Problem in Deutschland am größten erscheint. Hierzulande paart sich die Überlegenheit eines Clubs aber eben auch mit den vermeintlich fanfreundlichen Regularien der Liga, die eine „Übernahme“ von Vereinen durch Investoren verunmöglichen sollen. Tatsächlich haben sie (den gleichsam dialektischen Mechanismus dahinter habe ich im Sommer 2014 beschrieben) aber dazu geführt, dass immer mehr Investoren die Regeln umgehen und auf dem Umweg über langjährige Unternehmensbeteiligungen oder juristische Kreativität Clubs von unten her in die Bundesliga kaufen, anstatt bestehende Traditionsclubs zu fördern.

Drei Clubs, die dem Geist jeder Fairplay-Regel Hohn sprechen, befinden sich schon jetzt im Kampf um die Champions League-Plätze: Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim. In der kommenden Saison könnten mit Ingolstadt und Leipzig zwei weitere Konzernvehikel in der Bundesliga spielen. Die Dominanz der Bayern werden sie wohl erstmal nicht gefährden können. Aber mit ihren Möglichkeiten, Geld auszugeben, das sie aus dem reinen Spielbetrieb, Vermarktung und TV-Verträgen allein nicht generieren, könnten sie Traditionsclubs wie Schalke und Dortmund Champions League-Plätze streitig machen.

Meine Verwendung des Begriffs „Tradition“ ist hier übrigens nicht normativ zu verstehen (also im Sinne von „alt = gut“), sondern deskriptiv. Ein Traditionsclub ist ein Verein, der aufgrund gewachsener Anhängerschaften und seiner kulturellen und historischen Bedeutung im Profifußball operieren kann, indem er die Zuneigung seiner Anhänger zu Geld macht. So läufts Business. Ein Nicht-Traditionsclub ist in diesem Sinne ein Club, der die entsprechende Fanbasis nicht besitzt, zugleich aber in der Lage ist, Mittel aufzuwenden, die er aus anderen Quellen generieren kann, um sodann an den Einnahmen zu partizipieren, die das allgemeine Interesse an der Liga (und vor allem eben anderen Clubs) in Form von Fernsehverträgen bereit hält.

So verstanden, hatte Hans-Joachim Watzke mit seiner allerdings eigennützig formulierten Forderung, die TV-Gelder nach tatsächlichem Faninteresse an den jeweiligen Clubs zu verteilen, sogar nicht ganz Unrecht. Bis dato hatte es so ausgesehen, als machten Projekte wie Hoffenheim oder Wolfsburg etablierteren Bundesligisten einen Platz im Mittelfeld der Tabelle streitig (ohne Wolfsburgs Meistertitel von 2009 unterschlagen zu wollen; das war jedoch bisher der einzige Top 4-Platz, den der VfL erreichen konnte). Die Prognose sah entsprechend so aus, dass kleinere Clubs wie Freiburg oder Mainz die Hauptleidtragenden des neuen Geldes sein könnten. Inzwischen verschärft sich die Situation dahingehend, dass aktuell neben Dortmund mit dem HSV, Stuttgart, Werder Bremen, eigentlich auch Köln und Hertha gleich sechs Metropolenclubs mit großer Fanbasis (und zusammen 28 Meistertiteln) vom Abstieg bedroht sind.

„Was kümmert es mich?“, mag man nun einwenden. Profifußball ist ein Geschäft. Wer sein Geld am effizientesten ausgibt, sollte die Früchte seiner Arbeit ernten, egal, wie viele Facebook-Freunde er hat. Gegen diese Perspektive ist erstmal nichts Grundsätzliches zu sagen. Allerdings ist die Annahme, dass die Fans des deutschen Fußballs vor allem guten Sport sehen wollen, egal ob in Ingolstadt oder Hamburg, nicht sehr plausibel. Es ist ja nicht so, dass jedes Jahr die Anhänger in Scharen ihre Lieblingsclubs wechseln und eines Tages RB Leipzig gegen Wolfsburg mit der gleichen Hingabe herbeisehnen werden wie Dortmund – Schalke. Die Bundesliga als Ganze, die sich laut DFL-Geschäfstführer Christian Seifert in einem „Verdrängungswettbewerb“ mit anderen europäischen Ligen befindet, leidet in ihrer Attraktivität, wenn immer mehr reine Konzernclubs dabei sind.

Diese Entwicklung vollzieht sich, wohl gemerkt, gerade unter den Vorzeichen einer totalen Dominanz des FC Bayern. Wenn die Münchner, die nach den aktuellen Zahlen der „Football Money League“ von Deloitte mehr als doppelt so viel Umsatz im Jahr machen wie der drittreichste Bundesligist Schalke, keine schwerwiegenden Fehlentscheidungen treffen, können sie ihre wirtschaftliche Überlegenheit im Normalfall in garantierte Titel umsetzen. Um zumindest diese Abstände nicht zu groß werden zu lassen (nicht, um näher heranzukommen, das ist unter den jetzigen Bedingungen unrealistisch), müssten Clubs wie Dortmund und Schalke jede Saison in die Champions League kommen. Es müsste sich in der Bundesliga, mit anderen Worten, ein Oligopol bilden, wie man es aus England und Spanien kennt. Dort weiß man mehr oder minder zutreffend schon vor jeder Saison, welche Teams die CL-Ränge erreichen werden, von einzelnen Schwankungen abgesehen.

Ein solches Oligopol schien auch in der Bundesliga langsam zu entstehen, könnte aber in der aktuellen Saison komplett gesprengt werden (wobei Schalke sehr gute Aussichten auf den dritten Platz eingeräumt werden müssen). „Ist doch toll!“, werden Sie vielleicht finden. Wenigstens hinter den Bayern Spannung in der Liga. In dieser Hinsicht bin ich allerdings ein Glas-halb-leer-Typ und prognostiziere eine auf Jahre hinaus wirksame Zerschlagung jeder Bayern-Konkurrenz in Tateinheit mit Wolfsburg und Hoffenheim in der Champions League. Es wird nicht dauern, bis der letzte Baum gefällt ist, bevor man merkt, dass das ein Problem für den deutschen Fußball und seine Attraktivität ist.

Was also ist zu tun? Die zwei radikalen Wege bestünden darin, die 50+1-Regel entweder komplett aufzuheben oder auch in der Bundesliga ein striktes, dem „Financial Fairplay“ entsprechendes Instrumentarium einzuführen. Der erste Weg würde es Investoren, ungeachtet ihrer Herkunft, erlauben, die Clubs zu unterstützen, mit denen sie am meisten Geld verdienen zu können glauben (anstatt der Clubs, mit denen sie am einfachsten die 50+1-Regel umgehen können). Ungeachtet der weitverbreiteten Annahme, solche Geldgeber handelten „wahnsinnig“ und verbrannten nur Geld, würde das gewisse Marktmechanismen freisetzen, die die Investitionen eher dahin lenken, wo am meisten Interesse schon vorhanden ist. Roman Abramovich hat schließlich auch nicht Dagenham & Redbridge gekauft, sondern Chelsea, Abu Dhabi nicht in Wigan investiert, sondern in den Traditionsclub Man City. Monaco mag man als Gegenbeispiel nennen, aber Monaco ist als Projekt auch nach wenigen Jahren fast gescheitert (und hatte trotz mangelnder Fans eine große und erfolgreiche Geschichte im französischen Fußball).

Die Folgen für die Bundesliga wären bei einem völligen Wegfall der 50+1-Regel gewaltig. Die Premier League würde man in ihrer globalen Ausstrahlung wohl nicht so schnell ablösen, aber insgesamt flösse viel Geld in die Liga. Für Wolfsburg, Hoffenheim und Ingolstadt wären das keine guten Nachrichten. Für Eintracht Frankfurt oder den HSV schon eher. Andererseits wären Phänomene wie steigende Ticketpreise und weiter schwindender Einfluss der Fans auf die Ausrichtung ihrer Vereine unumgänglich.

Der zweite Weg hätte zur Folge, dass Konzerne wie Volkswagen, Red Bull und Bayer sowie Mäzene wie Dietmar Hopp von heute auf morgen ihre Investitionen zurückfahren müssten. Nähme man den Fairplay-Gedanken ernst, dürften diese Clubs nur noch das Geld ausgeben, das sie im Spielbetrieb erwirtschaften. Da wird es dann schon schwer, mehr Geld für Spielergehälter auszugeben als ein Konkurrent, der doppelt so viele Zuschauer und viermal so hohe Vermarktungseinnahmen hat. Dieser Weg wäre aber ein weiterer Sargnagel in den offenen Wettbewerb in der Liga, denn nun wäre es noch schwerer, den FC Bayern zu gefährden.

Das aber ist der Kern des Problems, dem sich die Bundesliga, aber auch andere große Ligen früher oder später stellen müssen: Wie kann man den beliebtesten Sport der Welt als Business vermarkten, wenn es keinen offenen Wettbewerb mehr gibt? Ich liebe es, den FC Bayern spielen zu sehen – tolle Fußballer, großartige Taktik, ein sympathischer Trainer und alles in allem ein großer Club. Aber ich möchte nicht jahrelang darauf verzichten, Spitzenspiele zu sehen, in denen ein Meistertitel entschieden wird. Diese sind in der Bundesliga de facto abgeschafft. Wettbewerb – wie kann man ihn wieder herstellen? Auch hier gibt es zwei Ansätze: Umverteilung oder Marktöffnung.

Umverteilung wäre das amerikanische Modell, in dem erfolglose Teams in den Profiligen so gezielt unterstützt werden, dass sie zumindest die Chance haben, nach einiger Zeit wieder in den Kampf um die Playoff-Plätze einzugreifen. In Kombination mit Gehaltsdeckeln funktioniert das mehr oder minder gut – allerdings nur in Ligen ohne Auf- und Abstieg. Der andere Weg entspräche einer Abkehr sowohl von Financial Fairplay als auch von der 50+1-Regel. Genau das halten die meisten Fans in Europa für das Böse schlechthin – wenn Investoren aus anderen Erdteilen in den europäischen Sport eingreifen. Nationale Grenzen für Investitionen sind aber absurd, anachronistisch und führen völlig am Problem vorbei – abgesehen davon, dass sie zumindest innerhalb der EU auch überhaupt nicht legal umzusetzen wären.

Mit diesen beiden Extremen konfrontiert, mag man nun die Achseln zucken und befinden, dann solle doch lieber alles so bleiben, wie es ist. So bleibt es aber nicht. Die Leistungsunterschiede werden generell ja immer größer zwischen Topclubs und dem Rest. Und das ist kein kulturpessimistisches Gejammer, sondern schlichte ökonomische Logik. Vor allem aber bleibt es in der Bundesliga nicht so, wie wir gerade erleben. Wir haben eben keine Liga, in der die Bayern immer Meister werden, und dahinter immer die gleichen Clubs um die Plätze kämpfen. Wir haben eine Liga, in der nächstes Jahr fünf Retortenclubs spielen könnten. So oder so ist es Zeit, die Debatte über den Wert von echtem Wettbewerb im deutschen und europäischen Fußball endlich richtig zu führen.

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5 comments

  1. Baudolino

    Wie gewohnt guter Artikel!

    Einige Aspekte sind mir aber nicht ganz klar geworden:

    1) Schien mir die Absicht zu sein, die Scheinheiligkeit/ Selbstgenügsamkeit der Funktionäre/Medien bzgl. der BuLi zu sein; diese Selbstgenügsamkeit wird gekonnt dekonstruiert – hatte jetzt aber mit dem europäischen Fussball nur indirekt zu tun (s. letzter Satz). Man könnte argumentieren, dass der europäische Wettbewerb – obwohl oder weil er oligarchisch ist – zumindest in der Cl ganz gut funktioniert, schließlich konnte bisher kein Team zweimal in Folge diese gewinnen.

    2) Für eine Debatte über den Scheideweg der BuLi braucht man wertrationale Kriterien. Die Frage, die Du ja auch anreißt, ist, was für eine Art von BuLi wir haben wollen. Dafür braucht es einen Maßstab, der eben nicht deskriptiv gewonnen werden kann. Ausgeglichener (nationaler) Wettbewerb, Tradition, Attraktivität lassen, wenn sie jeweils maßgebend sind, andere Maßnahmen sinnvoll erscheinen. Wenn potentiell jeder jeden schlagen kann, muss das nicht attraktiv sein, ebensowenig ist eine Liga, in der Traditionsclubs bevorzugt werden fair oder attraktiver Fussball rein an Ausgeglichenheit oder Tradition gebunden. Es kommt auch drauf an, welche Konsumenten im Vordergrund stehen: Der Neutrale vorm TV oder der begeisterte Fan einer Mannschaft im Stadion. Welches Regularium also sinnvoll ist hängt unter anderem davon ab, ob gewachsene Anhängerschaft (Tradition) ein normatives Kriterium für die Gestaltung des Wettbewerbs ist – es lässt sich meiner Ansicht nach jedenfalls nicht rein deskriptiv verstehen (dann wären ja auch fünf Retortenclubs kein Problem).

    3) Die Perspektive verschiebt sich nochmal, wenn neben den nationalen Interessen, die europäischen/internationalen hinzugenommen werden. Ich finde Gehaltsdecklung eine interessante Idee. Macht aber nur Sinn, wenn das europaweit gilt. Da ich die Idee eines „reinen“ finanziellen Wettbewerbs im Fussball und sonstwo für fiktiv halte, bin ich eher ein Freund der Umverteilung als der radikalen Marktöffnung. Weil im Fusi finanzieller und sportlicher Erfolg verknüpft ist, kann ich mir vorstellen, dass bei Marktöffnung ähnlich wie am Aktienmarkt Investitionen bei Ausbleiben schnellen sportlichen Erfolges genauso schnell wieder abgezogen werden, wie sie getätigt werden – mit dann schweren Folgen für den jeweiligen Club.
    Außerdem könnte sich gerade eine Art gradueller Anti-Retorten-Effekt einstellen: Wenn Investoren vor allem in Traditionsclubs investieren, werden diese nach Größe ihrer Anhängerschaft attraktiv erscheinen – Mannschaften wie Freiburg, Mainz, Paderborn, Augsburg, die gerade für ihre Verhältnisse gut darstehen, wären für Investoren wohl weniger interessant als Hamburg, Stuttgart oder Köln – ein Monopol kann dadurch zwar gefährdet werden, aber „richtiger“ Wettbewerb ist das auch nicht

    Wie dem auch sei, finds schön, dass Ihr hier immer mal wieder Artikel postet, sie heben sich alle positiv vom üblichen Sportjournalismus ab!
    Viele Grüße und weiter so!

    • Daniel Raecke

      Hallo Baudolino,

      vielen Dank für die Anmerkungen!

      1) Du hast völlig Recht, dass die eigentliche Perspektive des Artikels etwas klarer hätte sein können. Ich habe letztlich zwei Themenkomplexe (Wettbewerb in Europa und Wettbewerb in der Bundesliga) vermischt, weil ich das Gefühl hatte, dass man sie eigentlich mal zusammen diskutieren müsste. Bin selbst aber auch nicht ganz zufrieden, was die Schärfe von Perspektive, Ausgangsfrage und Standpunkt angeht. Zum Wettbewerb in der Champions League: Ja, hier funktioniert der Wettbewerb innerhalb einer bestimmten Elite schon. Zwar hat in den letzten zehn Jahren kein Team die Champions League gewonnen, das zu diesem Zeitpunkt nicht zu den zehn umsatzstärksten Clubs der Welt zählte (und nur Inter 2010 und Liverpool 2005 waren dabei nicht in den Top 5). Das reicht aber für Spannung in den KO-Runden immer noch völlig aus, und ich würde nie bestreiten, dass die Champions League die attraktivste Mischung aus Qualität und Spannung ist, die es im Weltfußball gibt. Das eigentliche Problem ist, dass das alles auf dem Rücken einer aus nationalen Ligen bestehenden Basis geschieht, in der die Nicht-Champions League-Clubs weniger und weniger wettbewerbsfähig sind. Da frage ich mich schon, warum es dann keine Europaliga gibt. Wäre konsequenter und in gewisser Weise attraktiver.
      2) Auch hier d’accord: Die begriffliche Klarheit fehlt dem Text, und ich hätte die Kategorien deutlicher machen sollen. Noch einmal der Versuch: Die sich aus Tradition und soziokulturellen Faktoren ergebende Attraktivität eines Clubs ist meiner Ansicht nach eben keine dem ökonomischen Wettbewerb äußerliche Folklore. Sondern die Voraussetzung dafür, dass Profifußball als Produkt der Unterhaltungsindustrie funktionieren kann. Und zwar in zweiter Linie dann auch für den TV-Zuschauer. Dem ist es nämlich auch nicht egal, ob er Dortmund – Schalke oder Hoffenheim – Augsburg sieht. Das zeigen die Einschaltquoten gerade bei Sky ziemlich drastisch. Man kann also auch als ideeller Gesamtunternehmer DFL die Auffassung vertreten, es sei wichtig, möglichst viele Clubs mit möglichst vielen Anhängern in der Liga zu haben, auch ohne, dass man das normativ begründen müsste.
      3) Die Lösungsansätze habe ich nur angerissen, und in der Tat müsste man zunächst klären, wie und auf welchen Ebenen man Wettbewerb schützen und fördern möchte. Die aktuellen Strukturen des europäischen Fußballs sind dazu meiner Meinung nach ungeeignet, weil die in den Verbänden geschlossenen Kompromisse etwa dazu führen, dass die großen Clubs ungestört Geld verdienen können, während die kleineren Landesverbände als Ausgleich regelmäßige WM-/EM-Qualifikationstermine bekommen. Damit ist dem Ganzen in keiner Weise geholfen.
      Vielen Dank jedenfalls insgesamt für das Feedback!
      Viele Grüße,
      Daniel

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