Kein Umschalten, kein Absichern, keine Chance

AA_BMG_S04_NEU_2Borussia Mönchengladbach – Schalke 04 4:1
(Noten-FAQ)

„kjldhfjksadhf iohfjasha jhsdfkj ohgsd oij oidfjhjks kf ksfkjf ijsdfjksdhfjksn jf oihfjk oihafjbnf oi iohasj iuasfhg askj uizgdafhi! #bmgs04“, twitterte Schalke-Kenner Hassan Talib Haji nach dem 1:3-Treffer von Max Kruse in der 56. Minute und hätte damit das Gefühlsleben der Schalke-Anhänger nicht trefflicher beschreiben können.

Die Knappen verloren das dritte von vier Saisonspielen und wirkten wieder einmal hilflos im Spielaufbau und allenfalls bemüht vor dem Strafraum. Die Abwehrleistung der zweiten Hälfte war indiskutabel.

Selbstbewusster Beginn von Königsblau

Fangen wir mit etwas Positivem an. Schalke hatte in der ersten Hälfte viel Ballbesitz und wirkte zunächst auch ballsicher. Die unter Keller schon chronischen Probleme im Spielaufbau machten diesen Vorteil aber kaum zu einem Faktor. Gladbach stand sehr kompakt im 4-4-2 gegen den Ball. Die Gastgeber drängten die Knappen auf die Außenbahn, wo Schalke sich auch früh zwei Ecken erarbeiten konnte. Wirklich torgefährlich wurden sie allerdings nur ein einziges Mal (26./Choupo-Moting).

Selbst wenn Höger nach rechts abkippte und Boateng sich zusätzlich zu Neustädter ins Mittelfeld fallen ließ, kam meist kein geordneter Spielaufbau zustande. Die Folge waren lange Bälle und Ballverluste. Gladbach dagegen schaltete schnell um, bespielte die Räume mit den schnellen Kruse, Kramer und vor allem Hahn.

Der Raum hinter den Außenverteidigern

Die Probleme der hoch aufgerückten Außenverteidiger der Schalker waren offensichtlich. Christian Clemens suchte sein Stellungsspiel, wurde allerdings von Sidney Sam auch selten defensiv unterstützt. Auf der anderen Seite stand auch Aogo hoch, ging vor dem ersten Gegentreffer im Mittelfeld ins Pressing, auf seiner Position lief sich Hahn frei – Neustädter sicherte Aogo nicht ab und es stand 0:1. Das mangelnde defensive Umschalten und das mannschaftlich schwache Verteidigen sollte in Halbzeit zwei noch augenfälliger werden.

Beim entscheidenden 1:3 übten Höger und Neustädter zu wenig Druck auf Raffael aus, der einen Traumpass spielen konnte, auch weil Kaan Ayhan zu hoch stand und Max Kruse in seinem Rücken laufen ließ. Die Schalker waren nun verunsichert und ließen sich noch einige Male auseinanderkontern. Dabei bewahrte Ralf Fährmann die Gäste vor einer höheren Niederlage. Im Angriff entwickelten die Knappen kaum Gefahr. Maxim Choupo-Moting gefiel am Ball, war aber ineffizient (@KarstenTS). Sidney Sam fehlte der Zug zum Tor. Klaas-Jan Huntelaar spielte nur 27 Minuten, hatte aber mit Choupo-Moting die meisten Schüsse auf das Tor (2) zu verzeichnen.

Bei der Borussia klappte das Zusammenspiel hervorragend. Dabei setzten sie im eigenen Stadion nicht auf Ballbesitz, sondern auf Konter. Raffael, der von sich selbst zuletzt mehr Torgefahr gefordert hatte, war glänzend aufgelegt. Ebenso Hahn, der die meisten Schüsse auf das Tor abgab (3). Max Kruse legte zwei Tore auf, machte eines selbst und gab mit vier Schlüsselpässen die meisten Torschussvorlagen. Die starke Lauf- und Pressingleistung von Kramer (12,97 km) und die Zweikampfstärke von Granit Xhaka (66,7 Prozent) seien ebenfalls erwähnt.

Zu diesem Spiel empfehle ich auch:

Simple Fohlenkonter zerstören instabiles Keller-Team
von @cc_eckner

oder

Ein kurzer taktischer Blick auf Borussia Mönchengladbach – FC Schalke 04, 4:1
von @KarstenTS

Außerdem hat Dirk große Schlarmann (Sky-Reporter aus Gelsenkirchen), eigentlich kein Freund der fundierten Meinungsäußerung, einen Kommentar verfasst, der die bekannten Argumente contra Jens Keller noch einmal bündelt.

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