Chelsea – Manchester City: Mit der Ruhe eines Tabellenführers

Chelsea_2bbaChelsea – Manchester City 1:1

Chelsea fiel zu Beginn des Spiels mit mannorientiertem Pressing positiv auf, aber kaum hatte man es notiert, da ließ sich das Mourinho-Team in die bekannte passive Spielweise fallen. Weit in der eigenen Hälfte versuchten sie, Man City zu stoppen und nach Ballgewinn den Raum für eigene Konter zu nutzen. Dabei gelang es den Blues zunächst sehr gut, vor allem die Flügel zuzustellen. Im Laufe des Spiels sollte aber die linke Abwehrseite zum Problem werden. Der schnelle Jesús Navas konnte sich immer wieder in den Rücken von César Azpilicueta absetzen und den Ball in den Sechzehner bringen. Nicht ohne Grund fiel das Tor über eben diese Variante.

Chelsea hatte Probleme, das gut abgestimmte Mittelfeld der beiden Hauptakteure und Sechser Fernandinho und Fernando zu durchbrechen. Loic Rémy hing in der Luft und Óscar fehlte die Präsenz. Allein Nemanja Matic zeigte seine Pressingresistenz und Umsicht – allerdings nicht beim Gegentreffer, als er den Ball unnötig verlor. Chelsea tat sich mit eigenen Angriffen somit schwer, aber auch Man City gelang gegen die kompakte Defensive nur gelegentliches Durchkommen. In diesen Fällen war meist David Silva involviert, der das Tor mit einleitete und letztlich selbst vollendete.

Die bessere Arbeit gegen den Ball im Mittelfeld der Citizens spiegelt sich ebenso in den Noten wider, wie die funktionierende Angriffsachse über Silva und Navas, auch wenn die starke Strafraumverteidigung von Chelsea nur einmal zu überwinden war. Chelsea war vor allem das Fehlen von Cesc Fábregas anzumerken. Der Faktor Spielaufbau litt unter seiner Abwesenheit. Óscar enttäuschte hier weitestgehend in Sachen Präsenz und Impact. Bei Man City bleibt die Defensive der schwächste Mannschaftsteil. In diesem Spiel waren in den wenigen Offensivszenen der Gastgeber vor allem die Außenverteidiger nicht frei von Fehlern – siehe Clichys Zweikampfverhalten gegen Willian vor dem Gegentor.

Die Blues waren nach dem kräfteraubendem Spiel unter der Woche mit einem Remis sichtlich zufrieden, Man City versuchte auch durch zahlreiche Wechsel noch einmal, die Partie für sich zu entscheiden. Insgesamt waren die Gäste das aktivere Team und hatten ein Chancenplus. Da es auf beiden Seiten an hochklassigen Möglichkeiten mangelte, war das Unentschieden allerdings gar nicht mal so unverdient. Es bleibt nach diesem Remis bei fünf Punkten Vorsprung für Chelsea.

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