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Die Europarangliste im Januar 2015

Inmitten der Winterpause der Bundesliga wird es Zeit für eine neue Europarangliste. Den fortgesetzten Absturz des BVB müssen wir nach und nach auch in unser Ranking einpreisen – je länger die Saison dauert, desto nachrangiger wird das „Potenzial“ des Dortmunder Kaders. Potenzial, das nicht umgesetzt wird, zählt am Ende nichts. Ein Club, dessen Absturz gewisse Parallelen zu dem der Schwarzgelben zeigt, ist Liverpool. Die Reds sind allerdings zusätzlich zu ihrer mäßigen Premier League-Form auch noch in der Champions League an Basel gescheitert. Das hat dazu geführt, dass der LFC erstmals seit Langem nicht mehr in der Europarangliste vertreten ist – während Dortmund (noch) berücksichtigt wird.

Ebenfalls gestrichen wurden Zenit, das zwar in der russischen Premier League als souveräner Spitzenreiter in die Winterpause gegangen ist, aber durch das Champions League-Aus in einer mäßigen Gruppe die Berechtigung, von uns zur Elite des Kontinents gezählt zu werden, verwirkt hat. Hier greift der traditionell unbarmherzige Umgang, den wir mit kleineren Ligen pflegen. Ein starker Auftritt in Portugal, Griechenland, der Türkei, der Schweiz oder Belgien muss mit relevanten Resultaten in europäischen Wettbewerben untermauert werden, um als Ausweis echter Klasse zu gelten. Während eine Mannschaft wie Valencia nicht international vertreten sein muss, um berücksichtigt zu werden – in der spanischen Liga zeigten die Ches mit Siegen über Atlético und Real Madrid, wie konkurrenzfähig sie sind.

Das dritte Team, das aus dem Ranking gefallen ist, ist Napoli. Die mäßige Form in der Serie A kann auch durch das sportlich nicht allzu relevante Erreichen der Zwischenrunde in der Europa League kompensiert werden. Welche drei Clubs wir dafür neu berücksichtigt haben, das entnehmen Sie am besten direkt der ersten Europarangliste im Jahr 2015. Stichtag für die Daten war Montag, der 5.1.

20. (neu) Olympique Lyonnais

Ligue 1: Zweiter
Coupe de France: Zehnte Runde in Nantes
Coupe de la Ligue: Aus im Achtelfinale gegen Monaco
Pflichtspielbilanz: 13-4-4 (Punkteschnitt 2,05)

Welche Mannschaft hat in Frankreich die meisten Tore geschossen? Nicht Tabellenführer Marseille, nicht der Favorit auf die Meisterschaft, Paris Saint-Germain, es ist Olympique Lyon! Wer führt die Torjägerliste der Ligue 1 an? Nicht André-Pierre Gignac (12), nicht Zlatan Ibrahimovic (8), es ist OL-Stürmer Alexandre Lacazette (17). Lyon ist in blendender Form und konnte zuletzt durch einen 5:0-Sieg in Bordeaux bei gleichzeitigem Remis von PSG auf Platz zwei der Tabelle vorstoßen. Zugegeben: Wir haben die Aufnahme von Lyon lange diskutiert, denn mit Benfica (in der Liga stark, enttäuschend in der CL), Porto (in der Liga klar hinter Benfica, aber im Achtelfinale der CL), Basel (schaltete überraschend Liverpool in der CL aus) oder Sevilla (starker Punktedurchschnitt in La Liga) gab es einige würdige Kandidaten für diesen Platz. Letztlich hat uns die gute Form von Lyon und der erfrischende Fußball überzeugt. OL ist zwar nicht international vertreten, der direkte Vergleich mit den beiden anderen französischen Teams dieser Liste fällt für das Team von Coach Hubert Fournier aber positiv aus. In Paris spielte man unentschieden, gegen Marseille gewann man im Stade Gerland mit 1:0. (mic)

19. (neu) Southampton

Premier League: Vierter
FA Cup: Replay der dritten Runde bei Ipswich Town
League Cup: Aus im Viertelfinale bei Sheffield United
Bilanz: 14-4-7 (Schnitt 1,84)

Es wurde an der Zeit, die Saints zu berücksichtigen. Die Leistung des Clubs von der englischen Südküste in dieser Saison ist umso bemerkenswerter, wenn man die Umwälzungen des Sommers bedenkt, als neben Manager Mauricio Pochettino Rickie Lambert, Adam Lallana, Luke Shaw, Dejan Lovren, Calum Chambers und Dani Osvaldo das Team verließen. Hätte Ronald Koeman die Platzierung seines Vorgängers (Platz acht) einfach nur wiederholt, hätte das schon als Erfolg gelten müssen. Mag sein, dass das Belegen eines Champions League-Platzes zum Jahreswechsel nur eine Momentaufnahme ist (auf Platz sieben beträgt der Vorsprung nur vier Punkte). Aber nach einer Schwächephase vor einem Monat mit vier Niederlagen in Folge haben sich die Saints stabilisiert und zuletzt mit vier Punkten aus den beiden Heimspielen gegen Chelsea und Arsenal ihre Wettbewerbsfähigkeit demonstriert. Die Defensivstärke, die sich in nur 15 Gegentoren in bisher 20 Ligaspielen zeigt und den Premier League-Bestwert darstellt, könnte dazu führen, dass am Ende der Saison ein Platz unter den ersten Sechs der Liga herausspringt. Ein schnelles Indiz für die weiteren Perspektiven der Mannschaft könnte das Gastspiel in Old Trafford am kommenden Wochenende liefern. (dan)

18. (-3) Borussia Dortmund

Champions League: Achtelfinale gegen Juventus
Bundesliga: Siebzehnter
DFB-Pokal: Achtelfinale bei Dynamo Dresden
Bilanz: 11-4-11 (Schnitt 1,42)

Uns ging es ähnlich wie vielen Beobachtern der Talfahrt der Borussia. Wir glaubten an ein kurzfristiges Formtief, das der hoch geschätzte Trainer bald in den Griff bekommen würde. Zumal Dortmund meist optisch überlegen agierte. Die drittmeisten Schüsse pro Spiel in Richtung gegnerisches Tor absetzte und mit Bayern und Wolfsburg die meisten Flanken pro Spiel in den Strafraum des Gegners schlug. Doch Platz 17 in der Tabelle mit den meisten Niederlagen (10) aller Bundesligisten, das ist weit mehr als ein Formtief. Kollege Marcus Krämer hat sich der Problematik im Dezember gewidmet. Borussia Dortmund ist dennoch im Achtelfinale der Champions League, wo mit Juventus ein interessanter Gegner wartet. Derzeit ist der 18. Platz das Maximum, das wir der Borussia einräumen können. Warum der BVB noch dabei ist? Weil wir an eine starke Rückrunde glauben und die Qualität des Kaders, die mit Kevin Kampl noch einmal verbessert wurde, höher einschätzen, als es der momentane Tabellenstand ausdrückt. (mic)

17. (neu) VfL Wolfsburg

Bundesliga: Zweiter
Europa League: Zweite Runde gegen Sporting Portugal
DFB-Pokal: Achtelfinale bei RB Leipzig
Bilanz: 14-6-5 (Schnitt 1,92)

Der Tabellenzweite der Bundesliga hat mittlerweile sechs Punkte Vorsprung vor Verfolger Leverkusen und liegt sieben Punkte vor Gladbach, Schalke und Augsburg. Kevin de Bruyne spielt eine herausragende Rolle (10 Assists, 3 Tore) und die Wölfe sind das gefährlichste Standard-Team der Liga. Schon elf Tore konnten Naldo & Co. aus ruhenden Bällen erzielen (Werder 10, Schalke und Frankfurt 8). Mit starkem Pressing und Mannorientierung hat Hecking, der durchaus flexibel auf Probleme im Spielaufbau reagiert, einen klaren Champions League-Anwärter geschaffen. Derzeit haben die Teams aus Leverkusen und Gelsenkirchen aber noch knapp die Nase vorn, da sie es immerhin ins Achtelfinale der Champions League schafften. (mic)

16. (+2) Schalke 04

Champions League: Achtelfinale gegen Real Madrid
Bundesliga: Fünfter
DFB-Pokal: Aus in der ersten Runde bei Dynamo Dresden
Bilanz: 10-5-9 (Schnitt 1,46)

Den verletzungsgeplagten Schalkern ging kurz vor der Winterpause das Benzin aus. Die Mannschaft zeigte große Verschleißerscheinungen. Man verlor zu Hause gegen Köln und konnte eine Niederlage gegen den HSV vor eigenem Publikum dank eines guten Keepers so gerade noch verhindern. Trotzdem. Insgesamt steigerte sich Schalke im Laufe der Saison und das liegt vor allem auch am Trainerwechsel. Roberto di Matteo holte im Schnitt 1,8 Punkte pro Spiel. Jens Keller nur 1,0. Die Stärke des Kaders in Verbindung mit dem bisher durchaus erfolgreichen Trainer lässt uns weiterhin an Schalke glauben. In der CL werden die Knappen zwar gegen Real Madrid chancenlos ausscheiden, doch in der Liga ist noch alles drin. Im direkten Vergleich schlug man Wolfsburg, der Kader der Knappen ist insgesamt besser besetzt. Schalke wird in der Rückrunde Jagd auf die Wölfe machen. (mic)

15. (-3) Bayer Leverkusen

Champions League: Achtelfinale gegen Atlético de Madrid
Bundesliga: Dritter
DFB-Pokal: Achtelfinale gegen FC Kaiserslautern
Bilanz: 13-9-5 (Schnitt 1,78)

Bayer Leverkusen fällt bei uns um drei Plätze. In der Champions League verpatzte man den Gruppensieg durch eine Niederlage und ein Remis in den letzten beiden Spielen. Nun darf man gegen Atlético mit dem wahrscheinlichen Aus im Achtelfinale rechnen. Zwar hat man die Balance zwischen Offensive und Defensive verbessert, aber es bleibt dabei, dass Bayers aufwendiges Pressing zu wenig Rhythmus besitzt und zu viele Gegentore kassiert. Immerhin hat die Mannschaft unter Roger Schmidt eine klare Spielidee. Dazu wurde das direkte Duell gegen Schalke verdient gewonnen. Die Tendenz ist allerdings negativ. Von den letzten fünf Spielen gewann Bayer nur eins. (mic)

14. (=) Olympique de Marseille

Ligue 1: Erster
Coupe de France: Aus in der neunten Runde bei Grenoble Foot
Coupe de la Ligue: Aus im Achtelfinale bei Stade Rennais
Bilanz: 13-3-5 (Schnitt 2)

Das Team von „El Loco“ Marcelo Bielsa steht weiterhin an der Tabellenspitze der Ligue 1. Marseille gibt im Schnitt die meisten Schüsse auf das Tor des Gegners ab, gewinnt die meisten Dribblings und schlägt die meisten Flanken im Schnitt pro Spiel in des Gegners Strafraum. Das mannorientierte Spiel von Bielsa zeichnet sich durch hohe Aggressivität und Angriffslust aus. Vor allem die linke Seite mit Benjamin Mendy, André Ayew und Florian Thauvin überzeugt, allerdings sind Dimitri Payet (5 Tore und 8 Assists) und André-Pierre Gignac (12 Tore und eine Vorlage) die auffälligsten Spieler im Kader. Wir glauben an Marseille, auch wenn das Team den direkten Vergleich gegen Lyon und PSG verlor. Die Mannschaft hat einen hervorragenden Trainer und wird wahrscheinlich die Champions League erreichen. (mic)

13. (+4) Valencia

La Liga: Vierter
Copa del Rey: Achtelfinale gegen Espanyol
Bilanz: 11-5-3 (Schnitt 2)

Das Team von Coach Nuno Espírito Santo schlug in dieser Saison Atlético, verlor nur knapp und unglücklich in letzter Minute gegen Barca und konnte zuletzt Real Madrid mit 2:1 besiegen. Der Tabellenvierte aus Spanien kann sich also im Vergleich mit den Großen sehen lassen. Nicolás Otamendi und Shkodran Mustafi überzeugen in der Verteidigung, die mal aus Vierer-, mal aus Dreierkette besteht. Im Mittelfeld sorgen Daniel Parejo und Pablo Piatti für Gefahr. Im Angriff stürmt Youngster Paco Alcácer neben Álvaro Negredo. In einer der stärksten Ligen Europas ist Valencia die viertbeste Mannschaft und im direkten Vergleich mit den Tabellennachbarn OM oder Leverkusen würden wir Valencia vorne sehen. (mic)

12. (-1) Arsenal

Champions League: Achtelfinale gegen AS Monaco
Premier League: Sechster
FA Cup: Vierte Runde bei Brighton & Hove Albion
League Cup: Aus in der dritten Runde gegen Southampton
Bilanz: 16-8-7 (Schnitt 1,81)

Im Fall von Arsenal beobachten wir bekanntlich eigentlich nur, ob die Gunners die gleiche Saison wie immer hinlegen, oder ob es in dieser Saison endlich einmal eine Abweichung nach oben oder unten geben könnte. Positiv könnte die Champions League-Bilanz ausfallen, da Arsenal ausnahmsweise nicht Bayern oder Barcelona als Achtelfinalgegner zugelost bekam, sondern mit Monaco einen überaus machbaren Gegner. Ob sich die Grenze zwischen den Teams, gegen die Arsenal faktisch nicht gewinnen kann, und dem Rest aber wirklich nach oben hin schiebt? Sieht eher nicht danach aus. Nach dem Verlust des Sechspunktespiels in Southampton am Neujahrstag rangiert das Team momentan auf Platz sechs, bei allerdings nur drei Punkten Rückstand auf die Champions League-Ränge. Trotz der herausragenden Qualität von Alexis Sánchez bleibt einstweilen der Eindruck, dass dieses Gunners-Team zumindest nicht besser abschneiden wird als in den Jahren zuvor. (dan)

11. (-1) Roma

Champions League: Aus in der Vorrunde gegen Bayern München, Manchester City und CSKA Moskva
Serie A: Zweiter
Europa League: Zweite Runde gegen Feyenoord
Coppa Italia: Achtelfinale gegen Empoli
Bilanz: 12-5-5 (Schnitt 1,86)

Als die Roma im September mit 5:1 gegen Moskau in der CL loslegte wie die Feuerwehr, sahen wir uns in unserer Ansicht bestärkt, die Roma als zweitbestes Team Italiens in dieser Rangliste zu platzieren. Das zweitbeste Team sind sie immer noch, aber die Vergleiche in der Champions League haben gezeigt, dass die Roma noch nicht im Konzert der ganz Großen mitspielen kann. Die deutliche Unterlegenheit gegen die Bayern und dazu die Heimniederlage und das Ausscheiden gegen Manchester City in der Champions League haben Spuren hinterlassen. In der Liga ist das Team von Rudi Garcia aber trotz zweier Remis in den letzten fünf Spielen in Schlagdistanz zum Tabellenführer Juve (drei Punkte) und hat sechs Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz (Lazio hat ein Spiel mehr). Zuletzt hat Kevin Strootman sein Comeback nach langer Verletzungspause gegeben. Ein Spieler, der die Qualität der Roma noch einmal steigern wird (wenn er nicht im Januar in die Premier League wechselt). (mic)

 10. (+3) Tottenham Hotspur

Premier League: Fünfter
Europa League: Zweite Runde gegen Fiorentina
FA Cup: Replay der dritten Runde gegen Burnley
League Cup: Halbfinale gegen Sheffield United
Bilanz: 18-7-7 (Schnitt 1,91)

In vier Wettbewerben sind die Spurs noch vertreten. Das ist gleichermaßen Grund für eine gute Bewertung der Arbeit von Mauricio Pochettino wie Grund zur Sorge und zur Annahme, dass es nicht viel weiter nach oben gehen wird in der Rangliste. 32 Pflichtspiele hat Tottenham bis heute bestritten, mehr als jede andere europäische Spitzenmannschaft. Am Ende der Saison werden es mindestens 55 sein, selbst, wenn die Spurs in allen KO-Wettbewerben sofort ausscheiden würden. Dieses Pensum dürfte der Kader nicht schadlos überstehen. Verletzte sich etwa Senkrechtstarter Harry Kane, Regisseur Christian Eriksen oder Keeper Hugo Lloris, könnte Tottenham das kaum kompensieren. Einstweilen aber spricht die Bilanz der letzten Wochen (fünf Siege und zwei Remis aus den letzten sieben Spielen) für die Mannschaft. Insbesondere der famose 5:3-Sieg über Chelsea am Neujahrstag war ein Resultat, wie man es dem Erzrivalen und direkten Konkurrenten um Platz vier in der Liga, Arsenal, so nicht zutraut. Für die Einstufung unerheblich, aber beachtlich: In der Startelf gegen Chelsea standen sechs Spieler aus der eigenen Jugend. (dan)

9. (=) Manchester United

Premier League: Dritter
FA Cup: Vierte Runde bei Cambridge United
League Cup: Aus in der zweiten Runde bei Milton Keynes Dons
Bilanz: 11-7-4 (Schnitt 1,82)

Wie von uns nach dem schlechten Saisonstart prophezeit, ist United inzwischen in der Spitzengruppe der Liga angekommen. Für Platz zwei, wie ich im Sommer prophezeit hatte, wird es wohl nicht reichen, aber die Red Devils sind inzwischen seit elf Spielen ungeschlagen und zeigen keine Anzeichen, sich von Teams wie Southampton, Tottenham Hotspur oder Arsenal noch überholen zu lassen. Dass ausgerechnet Louis van Gaal sich zu Weihnachten über das anstrengende Pensum beschwerte, obwohl sein Luxuskader acht bis zehn Spiele weniger bestreiten musste als Chelsea, City, Arsenal und Tottenham, mag man belächeln. Sicher haben die wenigen englischen Wochen der Mannschaft geholfen, sich einzuspielen. In der Rückrunde wird es ohne Europacup kaum anders sein. Einen kleinen FA Cup-Run gegen unterklassige Gegner wird man in Old Trafford gerne mitnehmen und sieht ansonsten einer entspannten Restsaison entgegen. In der nächsten Spielzeit muss ein Club von dieser Größe dann allerdings wieder höhere Ziele anpeilen. (dan)

8. (-1) Juventus

Champions League: Achtelfinale gegen Borussia Dortmund
Serie A: Erster
Coppa Italia: Achtelfinale gegen Hellas Verona
Bilanz: 15-5-3 (Schnitt 2,17)

Der italienische Meister hat sich in der Champions League-Gruppe A hinter Atlético Madrid als Zweiter für das Achtelfinale qualifiziert. In der Serie A ist man weiterhin Tabellenführer. Auch die direkten Duelle in der Liga sprechen für Juve, so konnte man Lazio, die Roma und Milan schlagen. Carlos Tévez und Paul Pogba gehören zu den dominanten Spielern. Insgesamt geht es dennoch einen Platz runter, was aber an der sensationellen Form von Manchester City liegt. Sollte Juventus Borussia Dortmund im Achtelfinale schlagen, bin ich sicher, Juves Weg in der Europarangliste geht wieder nach oben. (mic)

7. (-3) Paris Saint-Germain

Champions League: Achtelfinale gegen Chelsea
Ligue 1: Dritter
Coupe de France: Zehnte Runde gegen Girondins de Bordeaux
Coupe de la Ligue: Viertelfinale bei AS Saint-Étienne
Bilanz: 17-9-2 (Schnitt 2,14)

The Rise and Fall of Paris Saint-Germain. Es geht vom vierten Platz der besten Clubs Europas auf den siebten Rang. Hatten wir zuvor den Heimsieg gegen Barcelona und die gute Serie in der Liga gelobt, müssen wir uns nun eingestehen, dass Paris in der derzeitigen Form wohl doch nicht in den Top Five dieses Rankings landen wird. In der Champions League musste sich die Truppe von Laurent Blanc mit 1:3 Barca geschlagen geben. In der Liga ist man nach der Niederlage gegen Guingamp und dem Remis gegen Montpellier auf den dritten Rang abgerutscht. Intern herrscht zudem Ärger. Edinson Cavani und Ezequiel Lavezzi haben ihren Winterurlaub eigenmächtig verlängert und wurden suspendiert. Das Transferkarussell soll sich für PSG erneut drehen. Unter anderem wurde Sami Khedira mit den Franzosen in Verbindung gebracht. Trotz der Unruhe: Der Kader des französischen Meisters ist eine Augenweide und die Partie gegen Chelsea im Achtelfinale der CL wird zeigen, wie schlagkräftig Trainer Laurent Blanc ihn letztlich zusammenstellen kann. (mic)

6. (+2) Manchester City

Champions League: Achtelfinale gegen Barcelona
Premier League: Erster
FA Cup: Vierte Runde gegen Middlesbrough
League Cup: Aus in der vierten Runde gegen Newcastle United
Bilanz: 18-6-6 (Schnitt 2)

Bis Ende Januar werde City „wieder mitten im Titelkampf sein“, hatte ich in der letzten Ausgabe der Rangliste prophezeit. Tatsächlich ging es dann sogar noch schneller. Elf Siege und ein Unentschieden aus den letzten zwölf Pflichtspielen der Citizens sorgten dafür, dass Manuel Pellegrinis Team schon am Neujahrstag mit Chelsea gleichzog. Dazu erreichte die Mannschaft durch einen Sieg in Rom sogar noch das Achtelfinale der Champions League. Hier wartet erneut Barcelona. Frank Lampard hat seinen zunächst nur als kurze Ausleihe konzipierten Aufenthalt soeben bis zum Saisonende verlängert. Wird er beim Spitzenspiel an der Stamford Bridge seinem Ex-Club erneut weh tun? In jedem Fall ist City in dieser Saison noch einiges zuzutrauen. Sogar ein Weiterkommen gegen Barcelona scheint nicht ausgeschlossen, wenngleich die Citizens als leichter Außenseiter in diese Paarung gehen. Sollte City hier ausscheiden, spricht das aber für die Verteidigung des Meistertitels, wenn Chelsea sich mehr auf die Champions League konzentrieren könnte. (dan)

5. (+1) Atlético de Madrid

Champions League: Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen
La Liga: Dritter
Copa del Rey: Achtelfinale gegen Real Madrid
Bilanz: 18-5-4 (Schnitt 2,19)

Die spannendste Frage rund um Atlético betrifft Rückkehrer Fernando Torres: Wird der Stürmer nach Jahren relativer Erfolglosigkeit wieder an seine Glanzzeiten anknüpfen können? Vorsichtige Prognose: Wahrscheinlich nicht. Allerdings lässt sich nicht behaupten, dass die Mannschaft von seinen Toren abhängig wäre, denn Mario Mandzukic und Antoine Griezmann funktionieren bei den Colchoneros recht gut. In der Liga liegt Atlético zurzeit nur einen Punkt hinter der Spitze, wobei Tabellenführer Real Madrid noch ein Nachholspiel auszutragen hat. Die nächsten Duelle gegen den Stadtrivalen stehen in diesen Wochen im Copa del Rey an. Innerhalb eines Jahres wird Atlético dann neun Pflichtspiele gegen Real bestritten haben. Die Bilanz der letzten acht Duelle ist ausgeglichen, was die konstante Klasse von Diego Simeones Team bezeugt. Bayer Leverkusen sollte die Mannschaft allerdings schon schlagen, um unter den Top Five unseres Rankings zu bleiben. (dan)

4. (+1) Barcelona

Champions League: Achtelfinale gegen Manchester City
La Liga: Zweiter
Copa del Rey: Achtelfinale gegen Elche
Bilanz: 19-2-4 (Schnitt 2,36)

Der Heimsieg über PSG und der damit verbundene Gruppensieg haben Barcelona am Ende wenig genützt: Als Tabellenerster Manchester City zugelost zu bekommen, ist kein Spaß, wenn man als Zweiter auch Porto oder Monaco hätte erwarten dürfen. Die beiden Duelle gegen den englischen Meister werden aber richtungweisend sein: Ist es Luis Enrique bis dahin gelungen, eine stabile Spielweise zu finden, die alle seine drei Superstars im Sturm einbindet? Der Sieg über PSG, Barcelonas einziger Erfolg über einen echten Topgegner in dieser Saison, gelang mit einer sehr offensiven Aufstellung, in der neben Lionel Messi, Neymar und Luis Suárez auch noch Andrés Iniesta und Pedro aufgeboten wurden. Ohne Messi und Neymar in der Startelf sahen die Blaugrana aber gerade bei Real Sociedad wirklich schlecht aus. Obwohl nominell nur ein Punkt die Katalanen und Real Madrid trennt, ist der Eindruck in dieser Saison eigentlich, dass ein größerer Leistungsunterschied zwischen den beiden Giganten besteht. In der Rückrunde muss Barcelona zeigen, dass es noch immer zu Recht genannt wird, wenn die vier Anwärter auf den Champions League-Sieg gefragt sind. (dan)

3. (-1) Chelsea

Champions League: Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain
Premier League: Erster
FA Cup: Vierte Runde
League Cup: Halbfinale gegen Liverpool
Bilanz: 22-6-2 (Schnitt 2,4)

Schon im Dezember hatten wir Chelsea von der Spitzenposition unseres Rankings gestürzt. Zwei Niederlagen seither bestätigen diese Entscheidung. Man muss nicht ungeschlagen durch die Saison kommen in der Premier League, und die Leistungen der Blues waren größtenteils gut. Aber ein Ergebnis wie das 3:5 im Derby bei den Spurs hatten Bayern und Real Madrid in relevanten Spielen nicht. Fünf Gegentore bedeuteten die Einstellung des Negativrekordes für José Mourinho: Noch nie in seiner Karriere hatte er in einem Ligaspiel mehr Treffer kassiert. Gleichwohl trauen wir Chelsea im weiteren Saisonverlauf eigentlich alles zu. Das in England diskutierte Quadruple wird es wohl nicht werden. Aber der Gewinn der Champions League ist für diese Mannschaft und diesen Trainer weiterhin nicht ausgeschlossen. Neben vielleicht noch Barcelona ist Chelsea das einzige Team, das in der Lage sein könnte, Bayern oder Real Madrid über zwei Spiele zu schlagen. (dan)

2. (-1) Real Madrid

Champions League: Achtelfinale gegen Schalke 04
La Liga: Erster
Copa del Rey: Achtelfinale gegen Atlético de Madrid
Bilanz: 24-1-4 (Schnitt 2,52)

22 Spiele in Folge gewonnen. Dann eine Niederlage, und sofort runter von Platz eins? Klingt harsch. Aber wir reden hier von der Spitze Europas in einer Zeit, da Topteams wie Bayern, Madrid und Chelsea in ihren Ligen fast unschlagbar scheinen. In Valencia kann man in dieser Saison schon mal knapp verlieren. Aber Bayern hat eben noch gar keine relevante Niederlage erlitten – seit dem Halbfinale gegen Real in der vergangenen Saison. Weiterhin trennt wohl nicht viel diese beiden Mannschaften, die Chancen zwischen München und Madrid würden wir ziemlich genau mit 50:50 veranschlagen. Aber auch wenn die spanische Liga in der Spitze mehr wirkliche Herausforderungen bereit hält als die Bundesliga (in der Breite ist sie nicht unbedingt besser) – solange Bayern kein Spiel, in dem es wirklich um etwas geht, verliert, gehören die Münchner im Ranking nach ganz oben. (dan)

1. (+2) Bayern München

Champions League: Achtelfinale gegen Shakhtar Donetsk
Bundesliga: Erster
DFB-Pokal: Achtelfinale gegen Eintracht Braunschweig
Bilanz: 21-3-2 (Schnitt 2,54)

Auch statistisch gesehen ist Bayern momentan die Nummer eins in Europa, mit einem Punkteschnitt von 2,54. In der Vorsaison waren es am Ende 2,46 gewesen – in der Treble-Saison unter Jupp Heynckes allerdings 2,65. Aber wir vergleichen ja nicht Bayern-Jahre miteinander, sondern Europas Topclubs. Taktisch gesehen, scheinen diese Bayern noch stärker zu sein als die vor zwei Jahren. Das gilt so allerdings auch für Real Madrid. Und Chelsea. National ist es aktuell kaum vorstellbar, dass die Münchner verlieren könnten. Wir sind allerdings gespannt, wie sie aus der Winterpause kommen, wenn es gleich innerhalb von wenigen Tagen zu den Duellen mit Wolfsburg auswärts und Schalke in München kommen wird. Der Saisonhöhepunkt aber dürfte nichts mit Dieter Hecking zu tun haben, bei allem Respekt. Sondern mit Carlo Ancelotti. Wobei wir auch nichts gegen eine Wiederaufnahme der Rivalität zwischen Josep Guardiola und José Mourinho hätten. (dan)

Die Europarangliste im November 2014

In unserem Top-20-Ranking der besten Clubs Europas versuchen wir die Stärken der Clubs aus verschiedenen Ligen miteinander zu vergleichen und damit zugleich eine Prognose über den Saisonverlauf der Teams abzugeben. Es geht also darum, wie erfolgreich die Mannschaften am Ende der Saison letztlich sein werden, nicht um die aktuelle Form der letzten Wochen. Je weiter die Saison fortschreitet, desto weniger kommen wir am aktuellen Geschehen und den tatsächlichen Resultaten vorbei, und am Ende zählt das Potenzial nichts mehr, nur noch das Erreichte.

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20. (17) Napoli

Serie A: Fünfter
Europa League: Gruppenphase gegen BSC Young Boys, Slovan Bratislava und Sparta Praha (Dritter)
Coppa Italia: Start im Achtelfinale
Pflichtspielbilanz: 7-4-4 (Punkteschnitt 1,67)

Nach dem schwachen Saisonstart und dem Aus in der Champions League-Qualifikation konnte sich Napoli zuletzt fangen. Der Sieg gegen die Roma zeigt, dass wir mit unserer nicht unumstrittenen Nominierung Napolis unter die Top 20 Europas doch nicht so ganz falsch gelegen haben. Und wir haben es wieder getan. Napoli hat durchaus seine Stärken. Hinter Juve schießt Napoli am zweithäufigsten in Richtung Tor des Gegners und am häufigsten auf das Tor des Gegners. José Callejón hat bereits acht Treffer erzielt. Gonzalo Higuaín trumpfte zuletzt gegen Rom als Torschütze und Vorlagengeber auf. Der für Frederico Fernández gekommene Kalidou Koulibaly ist der erhoffte Ersatz in der Innenverteidigung und spielt eine starke Saison. Auch wenn Teams wie Zenit oder Wolfsburg mit den Hufen scharren. Wir glauben weiter an das Team von Coach Rafael Benítez. (mic)

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19. (neu) Borussia Mönchengladbach

Bundesliga: Dritter
Europa League: Gruppenphase mit Villarreal, FC Zürich und Apollon Limassol (Zweiter)
DFB-Pokal: Achtelfinale bei Kickers Offenbach
Pflichtspielbilanz: 10-7-0 (Punkteschnitt 2,18)

Nein, Sie haben nicht versehentlich die Europarangliste vom November 1977 angeklickt. Borussia Mönchengladbach unter den besten 20 Clubs Europas? Durchaus, wie wir finden. Übersteht die Borussia diese Woche mit den Auswärtsspielen in Zypern und Dortmund, dann ist die Mannschaft von Lucien Favre genau ein halbes Kalenderjahr lang in allen Wettbewerben ungeschlagen – in dann 19 aufeinanderfolgenden Spielen. Und das bei Dreifachbelastung in Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League. Favres auf den ersten Blick simples 4-4-2 hat durch die gezielte Verstärkung der offensiven Außenbahnen durch den Kauf von André Hahn und Ibrahima Traoré deutlich gewonnen – was sich gerade erst am 0:0 gegen Bayern München zeigte, als die Fohlenelf zur erst zweiten Mannschaft seit Real Madrids Halbfinaltriumph im April wurde, die es schaffte, gegen die Bayern zu Null zu spielen. Wie sich Gladbach etwa gegen Teams wie Zenit St. Petersburg, knapp an der Aufnahme in unser aktuelles Ranking gescheitert, schlagen würde, ist spekulativ. Es spricht aber nichts dafür, dass die Borussia in einem solchen Duell chancenlos wäre. (dan)

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18. (neu) Schalke 04

Champions League: Gruppenphase mit Chelsea, Sporting Portugal und NK Maribor (Zweiter)
Bundesliga: Achter
DFB-Pokal: Aus in der ersten Runde bei Dynamo Dresden
Pflichtspielbilanz: 5-4-5 (Punkteschnitt 1,36)

Wen wir ein Team neu in die Rangliste aufnehmen, dass in der laufenden Saison die wenigsten Siege aller hier aufgeführten Mannschaften erringen konnte, dann muss das schon spezielle Gründe haben. Die wollen wir auch nicht verschweigen. Wir glauben an den sehr gut besetzten Kader der Schalker und zudem hat sich die Trainersituation auf Schalke endlich geändert. Zur Bilanz von Jens Keller empfehlen wir den Artikel von Martin Rafelt. Roberto Di Matteo eilt ein guter Ruf voraus, ist er doch CL-Sieger mit Chelsea geworden. Die Arbeit des 44-jährigen Coaches ist allerdings noch schwer einzuschätzen. Welche Idee hat er im Spiel mit dem Ball? Man darf gespannt sein. Die Remis gegen Bayern und Chelsea haben gezeigt, dass Schalkes Team auch auf höchstem Niveau mithalten kann. In der machbaren CL-Gruppe G sollte Schalke Zweiter werden. In der Bundesliga müssten die Knappen mit diesem Spielermaterial eigentlich auf Platz zwei oder drei landen. Allerdings braucht das Team Zeit, Di Matteos Fußball aufzunehmen. Die Verletzungsmisere geht weiter und einige Schlüsselspieler stehen nicht dauerhaft zur Verfügung oder bringen keine Topleistungen (Boateng, Farfan, Draxler, Meyer). Dass Schalke sein Potenzial endlich nutzt, ist somit noch nicht gesagt. Ein erneutes Auf und Ab der Leistungen könnte die Knappen auch wieder aus der Europarangliste katapultieren. Entweder findet der königsblaue Fußball zu einer Identität oder Schalke wird endgültig zur Fahrstuhlmannschaft dieses Rankings. (mic)

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17. (neu) Olympique de Marseille

Ligue 1: Erster
Coupe de France: Start in der neunten Runde
Coupe de la Ligue: Aus im Achtelfinale bei Stade Rennais
Pflichtspielbilanz: 9-1-3 (Punkteschnitt 2,15)

Trainer Marcelo Bielsa ist wohl der Hauptgrund, warum OM in dieser Saison die Tabellenspitze der Ligue 1 schmückt. Der akribische Coach, der unter Taktikfreaks seine Anhänger hat, machte aus dem Tabellensechsten der letzten Saison einen echten Meisterschaftsanwärter. Mit 27 Toren in 12 Spielen ist Marseille das torgefährlichste Team der Liga. In der 3-5-2-Formation des argentinischen Trainers spielt Dimitri Payet eine starke Saison auf der Zehn (3 Tore/4 Assists), André-Pierre Gignac trifft, wie er will (10 Tore) und Nicolas N’Koulou ist der Garant in der Abwehr. Wichtiger als einzelne Spieler ist aber das mannschaftstaktische Konzept. Bielsa ist ein Fan vom Ballbesitzspiel und setzt auf Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte. 19 Tore fielen bisher aus dem Spiel, keines durch einen Konter. Marseille schlägt die zweitmeisten Flanken der Liga im Schnitt in den Strafraum. Dabei ist vor allem der linke Flügel die bevorzugte Angriffsseite mit dem 20-jährigen Benjamin Mendy (3 Vorlagen/1.8 Flanken pro Spiel im Schnitt). Die spannende Frage ist nicht, ob Marseille in der Europarangliste noch weiter aufsteigen kann, denn ohne internationalen Vergleich wird dies ein schwieriges Unterfangen. Die Frage ist, ob Marseille tatsächlich auf Dauer vor PSG rangieren kann und die Meisterschaft in Frankreich für sich entscheidet. Dann wäre der begehrteste Transfer sicherlich der des Trainers. (mic)

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16. (19) Valencia

La Liga: Zweiter
Copa del Rey: Start in der vierten Runde gegen Rayo Vallecano
Pflichtspielbilanz: 7-2-1 (Punkteschnitt 2,3)

Valencia ist nicht international vertreten. In der spanischen Liga sorgen sie dafür für Ausrufezeichen. Anfang Oktober konnte man Atlético Madrid die erste Saisonniederlage zufügen. Derzeit ist das Team aus der drittgrößten Stadt Spaniens Tabellenzweiter – noch vor Atlético und Barcelona. Zu dem starken Team von Neu-Trainer Nuno Espírito Santo gehört ein bärenstarker Nicolás Otamendi in der Abwehr, aber auch Spaniens neuer Nationalstürmer Paco Alcácer, der in der EM-Qualifikation schon drei Mal traf und in der laufenden Saison für Valencia vier Tore und vier Assists erzielen konnte. Beim Auswärtssieg gegen Villarreal wurde aber ein anderer Spieler zum Helden. Weltmeister Shkodran Mustafi, vor der Saison für acht Millionen Euro zu Valencia gewechselt, erzielte beim 3:1-Sieg zwei Treffer. „Das war ein wichtiger Sieg, und ich bin glücklich, dass ich meinen ersten Doppelpack geschnürt habe“, so Mustafi anschließend. Valencia könnte in dieser Saison durchaus einen CL-Platz erreichen. Milliardär Peter Lim aus Singapur hatte erst vor kurzem knapp über 70 Prozent der Vereinsanteile des überschuldeten Clubs übernommen. Der Platz in unserer Rangliste ist allerdings nicht direkt käuflich. Valencia wird sich in den kommenden Wochen im Fernduell mit Teams wie Schalke oder Zenit messen lassen müssen, die durch gute Leistungen in der CL weitere Punkte sammeln können. (mic)

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15. (13) Tottenham Hotspur

Premier League: Achter
Europa League: Gruppenphase mit Besiktas, FK Partizan und Asteras Tripolis (Erster)
FA Cup: Start in der dritten Runde

League Cup: Viertelfinale gegen Newcastle United

Ach ja, die Spurs. Freunde und Feinde des Nordlondoner Traditionsclubs neigen gleichermaßen dazu, dem Team eine „Kultur des Scheiterns“ zu attestieren, wie gerade erst wieder der Journalist Jonathan Wilson auf Twitter oder Keir Radnedge im Kicker. Doch so überaus enttäuschend ist die Bilanz des neuen Managers Mauricio Pochettino gar nicht, wenn man nicht jede überraschende Niederlage als Fanal begreifen will. In allen Pokalwettbewerben noch aussichtsreich vertreten, in der Premier League drei Punkte hinter einem Champions League-Platz – das mag nicht fantastisch sein, aber wirklich schlecht ist es einfach auch nicht. Eher unwahrscheinlich, dass Tottenham in dieser Saison unter die Top Four kommt. Der Gewinn eines anderen Titels ist aber nicht unrealistisch, wenn der Vorstand nicht wieder Panik bekommt und einen Trainer feuert, bevor er seinen Spielstil entwickeln konnte. (dan)

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14. (15) Bayer Leverkusen

Champions League: Gruppenphase mit AS Monaco, Zenit und Benfica (Erster)
Bundesliga: Fünfter
DFB-Pokal: Achtelfinale gegen Kaiserslautern

Pflichtspielbilanz: 9-5-3 (Punkteschnitt 1,88)

Das Spiel beim VfB Stuttgart, wo Bayer nach einer 3:0-Führung am Ende mit einem 3:3 nach Hause fuhr, beschreibt die Saison des Werksclubs „in a Nutshell“. Man schlägt Dortmund, Zenit, Benfica und Schalke 04 höchst überzeugend. Verliert aber gegen den HSV, spielt nur remis gegen Paderborn, Stuttgart und Freiburg. Leverkusen kassiert zu viele Gegentore. Der Tabellensechzehnte Freiburg hat ein Tor weniger kassiert (14) als die Truppe von Roger Schmidt (15). Zum anderen nutzt das junge Team von Roger Schmidt die Chancen nicht konsequent aus, wie gegen Stuttgart oder auch Monaco gesehen. Das enorme Pressing hat den Nachteil, dass es Räume öffnet. Die kann der Gegner meist zunächst nicht nutzen, weil er so stark unter Druck steht. Lässt Bayers Druck aber nach und die überfallartigen Angriffe verlieren an Intensität und Genauigkeit, dann kommt Leverkusen ins Schwimmen und die instabile Abwehr frisst Gegentore wie das Krümelmonster die Kekse. Dennoch. Leverkusen führt die CL-Gruppe C an. Bayers Spiel hat eine klare Struktur, es steckt ein klarer Plan dahinter und man hatte schon in den letzten Spielen den Eindruck, dass Roger Schmidts Team besser abgestimmt und ausbalanciert wirkte. (mic)

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13. (12) Liverpool

Champions League: Gruppenphase mit Real Madrid, FC Basel und Ludogorets Razgrad (Dritter)
Premier League: Siebter
FA Cup: Start in der dritten Runde
League Cup: Viertelfinale in Bournemouth
Pflichtspielbilanz: 6-3-6 (Punkteschnitt 1,4)

Die Reds spielen nach der Vizemeisterschaft eine mäßige Saison, in der trotzdem noch vieles möglich ist. Im League Cup wurde zweimal auf den letzten Drücker das Ausscheiden verhindert, gegen Bournemouth dürfte der Einzug ins Halbfinale jedoch gelingen. In der Champions League wiegt die Niederlage gegen den FC Basel tabellarisch noch nicht so schwer, weil die Schweizer ihrerseits in Rasgrad verloren. Und in der Premier League gab es bereits vier Niederlagen, der Rückstand auf den FC Arsenal auf Rang vier beträgt aber nur drei Zähler. Trotzdem droht Liverpool eine ungemütliche Länderspielpause, die nächsten beiden Gegner heißen Real Madrid und Chelsea. (krä)

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12. (14) Roma

Champions League: Gruppenphase mit Bayern München, Manchester City und CSKA Moskva (Zweiter)
Serie A: Zweiter
Coppa Italia: Start im Achtelfinale
Pflichtspielbilanz: 8-2-3 (Punkteschnitt 2)

An Selbstvertrauen mangelt es Romas Trainer Rudi Garcia nicht. Sein Team hatte Anfang Oktober gegen Meister Juventus 2:3 verloren, Garcia sprach im Anschluss trotzdem vom Scudetto: „Ich habe verstanden, dass wir in diesem Jahr den Meistertitel gewinnen werden.“ Bei drei Punkten Rückstand auf Juve ein machbares Vorhaben, allerdings muss die Roma ihre Schwäche in Topspielen ablegen. Am vergangenen Spieltag gab es eine 0:2-Niederlage gegen Napoli, das 1:7 gegen übermächtige Bayern zeigte die internationalen Grenzen unerwartet deutlich auf – einzig gegen Manchester City (1:1) zeigte Garcias Team die reife Leistung, die es konstanter abzurufen gilt. (krä)

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11. (7) Borussia Dortmund

Champions League: Gruppenphase mit Arsenal, Galatasaray und RSC Anderlecht (Erster)
Bundesliga: Siebzehnter
DFB-Pokal: Achtelfinale bei Dynamo Dresden
Pflichtspielbilanz: 8-1-7 (Punkteschnitt 1,56)

Die zwei Gesichter des BVB retten den Ranglisten-Dauergast vor einem tieferen Absturz oder gar einem historischen Sturz von Rang sieben komplett aus Europas Top 20. Bei genauerem Hinsehen stimmt die These mit dem traurigen Bundesliga- und dem vergnügten Champions-League-Gesicht auch gar nicht. Denn sowohl Anderlecht als auch das taktisch völlig unbedarfte Galatasaray spielten der Borussia mit ihren Leistungen, die es in der Bundesliga auch von Abstiegskandidaten nicht gibt, in die Karten. Einzig beim Sieg gegen Arsenal zeigte der BVB die herausragende Leistung, die ihn immer noch zu Deutschlands Nummer zwei und zu einem Kandidaten für das CL-Viertelfinale macht. Im Alltag kämpft das Team von Trainer Jürgen Klopp aber weiterhin mit physischen und taktischen Problemen, die bei Rückständen auch in die Psyche wandern. Bis zur Winterpause folgen noch die Spiele gegen Mönchengladbach, Paderborn, Frankfurt, Hoffenheim, Hertha, Wolfsburg und Bremen. Gelingen dabei fünf oder sechs Siege, ist eine Aufholjagd auf die Champions-League-Plätze nach der Winterpause möglich. (krä)

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10. (9) Arsenal

Champions League: Gruppenphase mit Borussia Dortmund, Galatasaray und RSC Anderlecht (Zweiter)
Premier League: Vierter
FA Cup: Start in der dritten Runde
League Cup: Aus in der dritten Runde gegen Southampton
Pflichtspielbilanz: 8-6-3 (Punkteschnitt 1,77)

Alle, aber auch wirklich alle Indizien sprechen dafür, dass Arsenal für sein Festhalten an Arsène Wenger mit einer weiteren typischen Wenger-bei-Arsenal-Saison belohnt wird: Knapper Einzug in die Champions League, stark gegen kleine Gegner, unfähig, die ganz Großen zu schlagen. Inzwischen sind es 16 Premier League-Topspiele am Stück gegen Chelsea, Manchester City und Manchester United, die die Gunners nicht gewonnen haben – eine Serie, die sich inzwischen über fast drei Jahre erstreckt. Alle Mannschaften, die Arsenal in dieser Ligasaison schlagen konnte, stehen aktuell auf Platz 15 oder schlechter. Dass diese Bilanz trotzdem für Platz vier reicht, liegt an der durchwachsenen Form vieler Konkurrenten wie City, Liverpool oder United. Der wahrscheinliche Saisonverlauf mit dem erneuten Achtelfinalaus in der Champions League und Platz vier in der Liga mag dem Etikett „Boring Arsenal“ neue Berechtigung verleihen. Aber es ist nicht so, dass es in Europa 20 andere Clubs gäbe, die so etwas Jahr für Jahr mit der Präzision eines elsässischen Uhrwerks schaffen. (dan)

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9. (10) Manchester United

Premier League: Zehnter
FA Cup: Start in der dritten Runde
League Cup: Aus in der zweiten Runde bei Milton Keynes Dons
Pflichtspielbilanz: 3-4-4 (Punkteschnitt 1,18)

Manchester United ist in unserem aktuellen Ranking um einen Rang gestiegen und hat die Platzierung mit Arsenal getauscht. Das weniger aufgrund der tatsächlichen Resultate (auch wenn United eine von nur zwei Mannschaften ist, die in dieser Premier League gegen Chelsea punkten konnten), sondern weiterhin eingedenk des großen Potenzials, das wir bei den Red Devils in der Kombination Kader – Manager Louis van Gaal – geringe Belastung ohne Europacup und Ligapokal sehen. Mag sein, dass die Defensive Uniteds auch mit Daley Blind und Marcos Rojo noch nicht höchsten Ansprüchen genügt. Das gilt gleichermaßen aber auch für Arsenal – mit dem Unterschied, dass die Gunners bei Weitem nicht so eine hochkarätig besetzte Offensive haben wie Manchester mit Ángel di María, Falcao, Robin van Persie, Wayne Rooney und Juan Mata. Wann Van Gaals Team Arsenal überholt haben wird, ist eine Frage des Zu welchem Zeitpunkt, nicht des Ob. (dan)

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8. (11) Juventus

Champions League: Gruppenphase mit Atlético de Madrid, Olympiakos und Malmö FF (Dritter)
Serie A: Erster
Coppa Italia: Start im Achtelfinale
Pflichtspielbilanz: 9-1-3 (Punkteschnitt 2,15)

Juventus präsentiert sich in Italien einmal mehr als das Nonplusultra. „Nicht noch weiter“, heißt das auf Latein und dies konnte Juve zumindest Milan und dem AS Rom im bisherigen Saisonverlauf schon zurufen. Die beiden Siege gegen starke Kontrahenten aus der Liga verleihen der alten Dame in unserer Rangliste Flügel – allerdings auch begünstigt durch die Schwächephase von Clubs wie Arsenal und Borussia Dortmund. Auf der anderen Seite gibt es ein Team, das ebenfalls Latein beherrscht und Juve in der CL-Gruppe A deutlich das Stop-Schild zeigte. Im Spiel gegen Atletico wurde Juve kontrolliert und gab keinen Schuss auf das Tor der Spanier ab. Auch die peinliche Niederlage bei Olympiakos hinterlässt Fragezeichen. Juve ist in Italien die beste Mannschaft, aber wie weit geht es auf internationaler Bühne? Derzeit läuft viel über die Superstars Carlos Tévez und Arturo Vidal. Fernando Llorente hat erst ein Ligator. In der CL hat noch keiner außer Tévez getroffen. Im Heimspiel gegen Olympiakos ist nun ein Sieg Pflicht, ansonsten ziehen wir im nächsten Ranking die „Nicht noch weiter“-Karte. (mic)

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7. (5) Manchester City

Champions League: Gruppenphase mit Bayern München, Roma und CSKA Moskva (Dritter)
Premier League: Dritter
FA Cup: Start in der dritten Runde
League Cup: Aus in der vierten Runde gegen Newcastle United
Pflichtspielbilanz: 7-4-5 (Punkteschnitt 1,56)

Es sind die Stärke des Kaders und die Erfahrung von Manuel Pellegrini, die City so weit oben in unserem Ranking halten. Dabei enttäuschen die Citizens einmal mehr in der Champions League, wo sie nach einer etwas unglücklichen, aber respektablen Niederlage in München auch gegen Roma und in Moskau nicht gewinnen konnten, wobei sie im Geisterspiel von Khimki sogar einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielten. Der Derbysieg gegen United half zuletzt, aufkommende Unruhe im Umfeld wieder etwas zu besänftigen, die nach Niederlagen in West Ham und im Ligapokal gegen Newcastle aufgekommen war. Nüchtern betrachtet, hat City noch alle Chancen auf das Achtelfinale in der Champions League, wenn man am letzten Spieltag in Rom gewinnen sollte. Und in der Liga spielt City in den neun verbleibenden Hinrundenspielen nur noch gegen zwei Mannschaften aus den Top Acht, und das sind Swansea City und Southampton. Vielen Punkten bis Weihnachten steht also nicht viel im Weg. (dan)

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6. (8) Atlético de Madrid

Champions League: Gruppenphase mit Juventus, Olympiakos und Malmö FF (Erster)
La Liga: Dritter

Copa del Rey: Start in der vierten Runde gegen L’Hospitalet
Pflichtspielbilanz: 10-3-2 (Punkteschnitt 2,2)

Den größten Sprung nach oben in den Top Ten der Rangliste hat Atlético gemacht. Wir müssen zugeben, dass wir der Mannschaft von Diego Simeone nicht zugetraut hatten, ihre starke Vorjahresform so fortzusetzen, wie es zurzeit zu beobachten ist, obwohl Diego Costa, Thibaut Courtois und Filipe Luis nach Chelsea wechselten. Dass das Team nicht einbrechen würde, lag zwar nahe – dazu ist Atlético unter Simeone einfach seit Jahren zu konstant in den Leistungen. Aber nach zuletzt sieben Siegen aus acht Pflichtspielen, darunter sechs Zu-null-Spiele, muss man konstatieren, dass Atlético wieder ein ernsthafter Kandidat für den spanischen Titel ist. Und in der Champions League zeigte der Sieg über Juventus, bei dem die Gäste keinen einzigen Schuss aufs Tor brachten, dass auch in Europa wieder einiges gehen könnte für die Rojiblancos. (dan)

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5. (4) Barcelona

Champions League: Gruppenphase mit Paris Saint-Germain, AFC Ajax und APOEL (Zweiter)
La Liga: Vierter
Copa del Rey: Start in der vierten Runde gegen Huesca
Pflichtspielbilanz: 9-1-3 (Punkteschnitt 2,15)

Bis vor zehn Tagen hatte Barcelona in der Liga noch kein einziges Gegentor kassiert. Dann kam Luis Suárez nach seiner Sperre in die Mannschaft. Fortan verlor Barca zwei Spiele in Folge und blieb im Heimspiel gegen Celta de Vigo sogar zum ersten Mal seit 56 Begegnungen wieder ohne eigenes Tor im Nou Camp. Das wirft zumindest als erster Eindruck ein schiefes Licht auf die Verpflichtung von Suárez, der erst noch zeigen muss, in einem 4-3-3 auf der Außenbahn seine Stärke optimal einbringen zu können. Auch könnte, so die ersten Anzeichen, die defensive Balance verloren gegangen sein. Allerdings sind zwei Spiele viel zu wenig Zeit, um so negative Urteile über eine individuell und mannschaftstaktisch so stark besetzte und eingespielte Mannschaft zu fällen. Die Niederlage in Paris in der Champions League, die ein wesentlicher Faktor für unsere Herabstufung der Blaugrana war, deutete aber schon an, dass die allerbesten Teams des Kontinents in dieser Saison zu stark für das Team von Luis Enrique sein könnten. (dan)

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4. (6) Paris Saint-Germain

Champions League: Gruppenphase mit Barcelona, AFC Ajax und APOEL (Erster)
Ligue 1: Zweiter
Coupe de France: Start in der neunten Runde
Coupe de la Ligue: Start im Achtelfinale
Pflichtspielbilanz: 9-7-0 (Punkteschnitt 2,13)

Als einziges Team in Frankreichs Ligue 1 ist Paris St. Germain noch ungeschlagen. Dennoch sind die Mannen um Coach Laurent Blanc nicht Tabellenführer. Das liegt zum einen an Marseille, das eine große Saison spielt, vor allem aber an den vielen Remis, die sich die Hauptstädter erlauben. Sechs Unentschieden u.a. gegen Monaco, Toulouse und Lyon sind es an der Zahl. In der Champions League bewies das Team von Laurent Blanc allerdings, dass sie auch ganz große Teams schlagen können. Solche Erfolge gegen Spitzenteams der Europarangliste bleiben von uns nicht unbemerkt und so haben wir Paris nach dem sensationellen Sieg gegen Barca zwei Plätze nach oben geschoben. Barcas Schwächen gegen Spitzenteams und der direkte Vergleich lassen uns an PSG glauben. Paris hat mit Thiago Silva und David Luiz eins der besten Innenverteidgerduos des Planeten und ist vorne mit Zlatan Ibrahimovic (5 Liga-Tore), Edinson Cavani (5) und Lucas (5) ehedem gut besetzt. Paris wirkt als Mannschaft gewachsen und in diesem Jahr zu allem fähig. (mic)

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3. (3) Bayern München

Champions League: Gruppenphase mit Manchester City, Roma und CSKA Moskva (Erster)
Bundesliga: Erster
DFB-Pokal: Achtelfinale gegen Eintracht Braunschweig
Pflichtspielbilanz: 12-3-1 (Punkteschnitt: 2,44)

In der September-Ausgabe schrieben wir von personellen, taktischen und läuferischen Defiziten, aufgrund derer wir den hochwertigen Kader der Bayern hinter Real und Chelsea einsortierten. Schnell stellte sich in den Wochen danach heraus, dass es Probleme auf extrem hohem Niveau waren. Denn seit der Niederlage im Supercup gegen Borussia Dortmund sind die Bayern ungeschlagen und kassierten sechs Gegentore. Warum klettert der Deutsche Meister in der Europarangliste trotzdem nicht? Weil wir die Top 3 sehr nah beieinander sehen und die Serien von Real und Chelsea nicht weniger beeindruckend sind. Die Rückkehr von Bastian Schweinsteiger, Thiago und Javi Martínez könnte in der Rückrunde dann das entscheidende Puzzleteil für eine richtig große Saison werden. (krä)

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2. (2.) Real Madrid

Champions League: Gruppenphase mit Liverpool, FC Basel und Ludogorets Razgrad (Erster)
La Liga: Erster
Copa del Rey: vierte Runde gegen UE Cornellà
Pflichtspielbilanz: 13-1-3 (Punkteschnitt 2,35)

Es brach zwar kein Sturm der Entrüstung über uns ein, aber dennoch war die Platzierung von Real Madrid nach zwei Niederlagen in der Liga, dazu der Pleite im Supercup auf dem zweiten Rang der Europarangliste September nicht unumstritten. Vielleicht darf man einwerfen, dass Real Madrid amtierender Champions League-Titelträger ist? Viel wichtiger für die Einordnung in der Europarangliste ist aber, welches Abschneiden trauen wir dem Team am Saisonende zu und das berechnen wir wie immer aus Kaderstärke, Qualität des Trainers und der aktuellen Form, die einen Hinweis auf das letztendliche Abschneiden geben sollte. Seit der letzten Europarangliste im September hat Real Madrid 46 Tore in 11 Spielen erzielt. Das sind im Schnitt 4,2 Tore pro Spiel! Dabei war nicht nur Laufkundschaft. Die Königlichen siegten in Liverpool mit 3:0 und gewannen den Classico mit 3:1. In der Liga ist das Team von Carlo Ancelotti Tabellenführer, hat die letzten sieben Spiele gewonnen und auch in der Champions League steht man verlustpunktfrei da. Atléticos Präsident sagte unlängst gegenüber Radio 4G: „Jedes Team hat seinen Zyklus. Barcelona hatte seinen, gegenwärtig aber nicht mehr. Das Real Madrid im Hier und Jetzt ist natürlich sensationell.“ Der deutsche Fokus in der Berichterstattung über Real Madrid liegt meist auf Toni Kroos. Der Weltmeister macht seine Sache in Madrid auch richtig gut. Er ist (hinter Teilzeitarbeiter Xavi) der passsicherste Spieler der Liga (93,6 Prozent der Pässe kommen an) und gab bisher in CL und Liga sechs Torvorlagen. Aber, Ehre wem Ehre gebührt! Cristiano Ronaldo hat in Liga und CL zusammen schon 20 Tore erzielt! Keine Frage. Die Offensivmaschine Real mit diesem Ausnahmespieler bleibt weiterhin unter den Favoriten auf den CL-Sieg und bei uns mit hauchdünnen Abständen auf Chelsea und Bayern auf Rang zwei. (mic)

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1. (1) Chelsea

Champions League: Gruppenphase mit Schalke 04, Sporting Portugal und NK Maribor (Erster)
Premier League: Erster
FA Cup: Start in der dritten Runde
League Cup: Viertelfinale bei Derby County

Es gehört zu den Merkwürdigkeiten des aktuellen europäischen Fußballs, dass die drei bis fünf besten Teams des Kontinents fast unschlagbar erscheinen, wenn sie auf andere Mannschaften treffen, untereinander aber nicht viele Indizien dafür existieren, wer sich am Ende durchsetzen würde, wenn Bayern, Madrid oder Chelsea aufeinanderträfen. Die spektakuläre Form von Bayern und Real überdeckt in der Wahrnehmung etwas, wie überaus konstant und souverän Chelsea durch die Saison gleitet und selbst die Verletzung von Diego Costa ohne größere Probleme wegstecken kann. Als einzige Ranglistenmannschaft neben PSG (und Mönchengladbach!) noch ungeschlagen, gewann Chelsea alle Ligaspiele bis auf die beiden schweren Gastspiele in Manchester – in beiden kassierten die Londoner noch späte Gegentore, standen jeweils auch da vor dem Sieg. Seit wir Chelsea im September auf Platz eins des Rankings setzten, haben zwar Bayern und Real Madrid ihre Form sichtlich gesteigert. Es gibt aber einstweilen keinen Grund, Chelsea herabzustufen. Eine individuell auf allen Positionen herausragend besetzte, taktisch ausgereifte Mannschaft mit großem Trainer und einer guten Mischung aus Jugend und Erfahrung, die in dieser Saison alles gewinnen kann – gegen die anderen Topmannschaften aber an einem schlechten Tag sicher auch ausscheiden könnte. (dan)

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