Weltrangliste: Auf dem Weg nach Brasilien

Am 6. Dezember werden in Brasilien die acht WM-Gruppen ausgelost. Bis dahin müssen in verschiedenen Playoffs noch elf Teilnehmer gefunden werden, doch das Bild wird immer klarer. 21 Verbände können nun planen und Gegen den Ball kürt parallel zur FIFA-Weltrangliste die derzeit 20 besten Nationalmannschaften. Welches Team hat, unabhängig von der Auslosung, realistische Chancen, das Achtelfinale zu erreichen? Und wer hat wirklich Chancen auf den WM-Titel? Äquivalent zur Europarangliste der Vereinsmannschaften haben wir auch für dieses Ranking Bewertungskriterien festgelegt:

1) Die Qualität des Kaders
Wie stark sind die einzelnen Positionen besetzt und wie gut sind die Mannschaftsteile aufeinander abgestimmt?

2) Die Ergebnisse in der WM-Qualifikation
Dabei ist die Stärke der jeweiligen Konföderation ein wichtiger Faktor. In Europa gibt es weniger Pflichtspiele, dafür ist die Leistungsdichte größer. Ähnlich stark werten wir die südamerikanische Qualifikation, während Siege gegen kleine Teams in Asien, Afrika oder Nordamerika richtig eingeordnet werden müssen.

3) Die Ergebnisse in Freundschaftsspielen
Gerade in Deutschland wissen wir, dass in Testspielen die Motivation bei Spielern von Champions League-Teilnehmern geringer sein kann. Trotzdem geben gerade Partien gegen andere Spitzenmannschaften Aufschluss über den wahren Leistungsstand.

4) Der Trainer
Ein guter Trainer mit taktischem Geschick und einer modernen Mannschaftsführung kann auch bei Nationalmannschaften den Unterschied ausmachen.

Los geht’s!

Platz 20: Costa Rica

WM-Qualifikation: 8 Siege – 4 Unentschieden – 4 Niederlagen

Zum vierten Mal in der WM-Historie ist Costa Rica bei einer Weltmeisterschaft dabei. 1990 schafften es die Mittelamerikaner gar ins Achtelfinale, 2002 und 2006 kam jeweils das Aus in der Vorrunde. Das Team des kolumbianischen Trainers Jorge Luis Pinto ist zwar weitestgehend ein Team der Namenlosen, bekanntester Spieler ist Stürmer Bryan Ruiz vom FC Fulham, doch Costa Rica besticht seit Jahren mit konstanten Ergebnissen und einer guten Defensive. Beim Gold Cup standen Los Ticos im Viertelfinale, die Copa Centroamericana wurde gewonnen und in der WM-Qualifikation holte Costa Rica vier Punkte gegen das verblasste Mexiko und somit souverän den zweiten Rang hinter den USA.

Platz 19: Nigeria

WM-Qualifikation: 4 Siege – 3 Unentschieden

Das Niveau des Afrika Cups 2013 hat gezeigt, dass sich der afrikanische Fußball zurückentwickelt hat. Überraschungsteams wie 1990 Kamerun, 2002 Senegal oder 2010 Ghana wird es in Brasilien vermutlich nicht geben. Afrika Cup-Sieger Nigeria ist eine von zwei Mannschaften, denen wir im kommenden Jahr zumindest das Erreichen des Achtelfinales zutrauen. Trainer Stephen Keshi lässt pragmatischen Defensivfußball spielen, obwohl mit Victor Moses, Brown Ideye, John Obi Mikel oder Emmanuel Emenike durchaus Kreativität und Offensivkraft vorhanden ist. Allerdings muss sich Nigeria zunächst noch für die WM qualifizieren, nach dem 2:1-Sieg in den Playoffs gegen Äthiopien reicht dem viermaligen WM-Teilnehmer im Heimspiel am 16. November schon ein Remis.

Platz 18: Bosnien-Herzegowina

WM-Qualifikation: 8 Siege – 1 Unentschieden – 1 Niederlage

In Bosnien-Herzegowina ist seit dem Krieg im eigenen Land von 1992 bis 1995 auch fußballerisch alles ein wenig anders. Von den Nationalspielern spielen die Wenigsten in der Heimat, die meisten Topstars wie Sejad Salihovic oder Vedad Ibisevic wuchsen gar als Flüchtlinge im Ausland aus. Die Teilrepublik Srpska will mit Dortmunds Co-Trainer Zeljko Buvac als Coach eigene Länderspiele durchführen, ein Indiz wie gespalten das Land fast 20 Jahre nach Ende des Krieges immer noch ist. Und trotzdem kannte der Jubel in Sarajevo nach der erfolgreichen Qualifikation zur WM 2014 keine Grenzen. Die Drachen (30 Tore) markierten nach Deutschland (36), Niederlande (34) und England (31) die meisten Treffer in der europäischen Qualifikation, die Offensive mit Ibisevic, Salihovic, Edin Dzeko, Miralem Pjanic und Zvjezdan Misimovic ist das Herzstück des Kaders von Trainer Safet Susic.

Platz 17: Schweiz

WM-Qualifikation: 7 Siege – 3 Unentschieden

Zugegeben, die Eidgenossen hatten eine der leichtesten Quali-Gruppen. Die Souveränität, mit der Island, Slowenien, Norwegen, Albanien und Zypern hinter sich gelassen wurde, ist trotzdem bemerkenswert. Unter Trainer Ottmar Hitzfeld reift eine Mannschaft heran, die aufgrund ihrer Altersstruktur auch in den kommenden Jahren für Furore sorgen kann. Bis auf den Sturm ist keine wirkliche Schwachstelle im Schweizer Team auszumachen.

Platz 16: Ghana

WM-Qualifikation: 6 Siege – 1 Niederlage

Wer beim zweiten afrikanischen Team in unserer Top 20 mit der Elfenbeinküste gerechnet hat, den müssen wir angesichts der Altersstruktur der Elefanten enttäuschen. Die Generation um Didier Drogba hechelt verzweifelt einem Erfolg hinterher und verliert dabei den realistischen Blick auf das eigene Alter. Wesentlich stärker präsentiert sich Ghana, obwohl es für die Black Stars beim Afrika Cup nur zu Rang vier reichte. Trainer Kwesi Appiah hat mit Asamoah Gyan, den Ayew-Brüdern, Sulley Muntari, Kevin-Prince Boateng, Kwadwo Asamoah oder Michael Essien jedoch sehr viel Qualität in seinem Kader, Ägypten kann nach der 1:6-Niederlage im Hinspiel der Playoffs ein klagvolles Lied davon singen.

Platz 15: Japan

WM-Qualifikation: 8 Siege – 3 Unentschieden – 3 Niederlagen

Zum fünften Mal in Serie hat sich Japan für die Weltmeisterschaft qualifizieren können. In einer Gruppe mit Australien, Jordanien, Oman und Irak holte sich das Team von Trainer Alberto Zaccheroni souverän den ersten Platz, trotzdem kann Japan wegen der vielen Niederlagen außerhalb der Qualifikation mit dem Leistungsstand nicht zufrieden sein. So gab es beim Confed Cup drei Pleiten, in Testspielen erwiesen sich zuletzt sogar Bulgarien, Serbien und Weißrussland als zu stark. Doch die Misere hat Gründe: Viele Spieler der Samurai Blue kicken in Europa und gehören zu den Vielfliegern im Weltfußball. Wegen der vielen Spiele kann Zaccheroni nicht an der defensiven Abstimmung arbeiten. Superstar Shinji Kagawa fehlt bei Manchester United die Spielpraxis. Und wenn Shinji Okazaki (Mainz) nicht trifft, fehlt ein zuverlässiger Torjäger. Mit einer längeren Vorbereitung im kommenden Sommer, gehören die Japaner in Brasilien wieder zu den Achtelfinal-Kandidaten.

Platz 14: Russland

WM-Qualifikation: 7 Siege – 1 Unentschieden – 2 Niederlagen

Seit Russland den Zuschlag für die WM 2018 bekommen hat, sind die heimischen Clubs darum bemüht, russische Nationalspieler in der Heimat zu halten oder zurückzuholen. Im erweiterten Kader von Trainer Fabio Capello spielt mit Denis Cheryshev (FC Sevilla, von Real Madrid ausgeliehen) nur ein Profi im Ausland. Die heimische Liga ist jedoch nicht stark genug, um einen Effekt für die Sbornaja herzustellen. Vor allem die Talente Alan Dzagoev (ZSKA Moskau), Aleksandr Kokorin (Dinamo Moskau) und Oleg Shatov (Zenit) müssen in stärkere Ligen wechseln, um Russland 2018 zu einem Topteam machen zu können. In Brasilien ist spätestens nach dem Achtelfinale Schluss.

Platz 13: USA

WM-Qualifikation: 11 Siege – 2 Unentschieden – 3 Niederlagen

Zu Beginn seiner Amtszeit 2011 musste US-Coach Jürgen Klinsmann mit viel Gegenwind leben. Zu groß waren seine Ambitionen, zu ernüchternd die Ergebnisse. Doch spätestens seit dem 4:3-Sieg im Testspiel gegen Deutschland vergangenen Sommer reiten die US-Kicker auf einer Erfolgswelle. Es folgten elf weitere Siege, was einen einsamen Rekord in der Länderspiel-Geschichte der USA bedeutete und der Turniersieg beim Gold Cup. Klinsmann nutzte die vielen Spiele zu zahlreichen Experimenten, mittlerweile hat er eine junge und entwicklungsfähige Mannschaft mit vielen Legionären zusammengestellt.

Platz 12: England

WM-Qualifikation: 6 Siege – 4 Unentschieden

Seit dem EM-Aus gegen Italien hat die englische Nationalmannschaft erst ein Spiel verloren – 2:4 im Testspiel gegen Schweden. Gegen Brasilien gab es in zwei Partien einen Sieg und ein Remis. In der Qualifikation zeigten die Three Lions zeitweise ein anderes Gesicht, die vier Unentschieden gegen Ukraine (2), Polen und Montenegro ließen Trainer Roy Hodgson bis zum letzten Spieltag zittern. Hodgson musste seit Amtsantritt mit Kritik leben, der personelle Umbruch ging nur schleppend voran und taktisch fehlte es an einem klaren Konzept. Nun wird Hodgson vorerst in Ruhe weiterarbeiten können, mit dem vorhandenen Spielermaterial gehört England jedoch nicht mehr zu den absoluten Top-Nationen.

Platz 11: Uruguay

WM-Qualifikation: 7 Siege – 4 Unentschieden – 5 Niederlagen

Die Celeste muss in die Verlängerung. Nachdem es in der südamerikanischen Qualifikationsgruppe nur zu Rang fünf reichte, kommt es gegen Jordanien zu zwei Ausscheidungsspielen. Trotzdem stufen wir Uruguay vor Ecuador und Chile ein, die Qualität des Kaders und die Erfahrungen der letzten Jahre liefern genügend Argumente. Nach Platz vier bei der WM 2010 und dem Sieg bei der Copa América 2011 fiel das Team von Trainer Oscar Tabárez in ein kleines Loch. Spätestens mit dem Halbfinale beim Confed Cup fand Uruguay zurück in die Erfolgsspur, der Traumsturm mit Edinson Cavani und Luis Suárez kann bei der Weltmeisterschaft für Furore sorgen.

Platz 10: Portugal

WM-Qualifikation: 6 Siege – 3 Unentschieden – 1 Niederlage

Seit der EM 2000 in Belgien und Niederlande war Portugal bei sieben großen Turnieren in Folge qualifiziert, nur bei der WM 2002 kam dabei schon in der Vorrunde das Aus. Stattdessen war die Seleccion drei Mal in einem Halbfinale und bei der Heim-EM 2004 sogar im Finale vertreten. Portugal gehört zur erweiterten Weltspitze. In der Qualifikation tut sich das Team von Trainer Paulo Bento auch obligatorisch schwer, zum dritten Mal kommt es zum Umweg über die Playoffs – Ende diesmal noch offen. Dass es bisher noch nicht zu mehr gereicht hat, liegt nicht nur an den im Gegensatz zum Vereinsfußball schwankenden Leistungen von Cristiano Ronaldo. Der Superstar tut sich im rot-grünen Trikot schwer mit der großen Verantwortung. In der Breite ist Portugals Kader aber auch nicht stark genug besetzt.

Platz 9: Kolumbien

WM-Qualifikation: 9 Siege – 3 Unentschieden – 4 Niederlagen

Die Euphorie in Kolumbien ist gewaltig. Seit der Goldenen Generation um Carlos Valderrama und René Higuita in den 90er Jahren fiebern die Fans der Cafeteros der nächsten WM-Teilnahme entgegen. Nach der spektakulären Aufholjagd beim 3:3 gegen Chile am vorletzten Spieltag kann der Traum nun gelebt werden. Vater des Erfolgs ist der argentinische Trainer José Pékerman, der aus einer offensiv berauschenden Mannschaft mit Disziplin und Taktik ein funktionierendes Gebilde geformt hat. Mit 13 Gegentoren stellte Kolumbien in der WM-Qualifikation die beste südamerikanische Abwehr, in der Abteilung Attacke hat Pékerman mit Radamel Falcao (Monaco), Jackson Martínez (Porto), Carlos Bacca (Sevilla), James Rodríguez (Monaco), Juan Quintero (Porto), Téofilo Gutiérrez (River Plate) oder Fredy Guarín (Inter) sogar die Qual der Wahl. Kolumbien ist ein ernsthafter Kandidat für das WM-Viertelfinale.

Platz 8: Italien

WM-Qualifikation: 6 Siege – 4 Unentschieden

Vize-Europameister Italien wird auch in Brasilien nur schwer zu schlagen sein. Wie Deutschland eilt auch der Squadra Azzurra der Ruf einer Turniermannschaft voraus. Deshalb sollten die Ergebnisse seit der Niederlage im EM-Finale gegen Spanien als Fingerzeig nicht überbewertet werden. Die Qualifikation stand frühzeitig fest, gegen England (1:2), Frankreich (1:2), Niederlande (1:1), Brasilien (2:2) und Argentinien (1:2) feierte die Elf von Trainer Cesare Prandelli jedoch keinen Sieg und auch beim Confed Cup waren Brasilien (2:4) und Spanien (6:7 i.E.) zu stark. Prandelli tut sich schwer mit der Verjüngung des Kaders, Mario Balotelli (23), Marco Verratti (20) oder Alessandro Florenzi (22) sind in ihren Leistungen noch nicht konstant genug. In taktischer Hinsicht wird Italien jedoch wieder zu den stärksten Nationen gehören.

Platz 7: Belgien

WM-Qualifikation: 8 Siege – 2 Unentschieden

Eine souveräne Qualifikation mit den wenigsten Gegentoren aller europäischen Teams und ansehnlichem Offensivfußball sowie eine nicht enden wollende Ansammlung von Toptalenten (Hazard, Lukaku, Kompany, Benteke, de Bruyne, Courtois) ließen Belgien zum WM-Geheimfavoriten aufsteigen. Ich hatte schon im März eine Huldigung verfasst, für den Titel wird es in Brasilien trotzdem nicht reichen. Dafür gibt es einfach zu starke Konkurrenten, zudem fehlt den Roten Teufeln vor allem eines: Erfahrungen bei großen Turnieren.

Platz 6: Frankreich

WM-Qualifikation: 5 Siege – 2 Unentschieden – 1 Niederlage

Wie bei Portugal steht auch Frankreichs WM-Teilnahme noch nicht fest. In den Playoffs könnten die beiden Schwergewichte sogar aufeinander treffen, was nicht nur Cristiano Ronaldo am Modus und am Wertungssystem der FIFA-Weltrangliste zweifeln lässt: „Frankreich ist das einzige Team, auf das ich nicht treffen will.“ Die Franzosen hätten dann doppeltes Pech gehabt, denn schon in einer Gruppe mit Spanien spielen zu müssen, ist ein hartes Los. Unter Trainer Didier Deschamps entwickelt sich die Equipe Tricolore immer mehr zu einer Einheit, die durch Paul Pogba (20), Raphael Varane (20), Mamadou Sakho (23) oder Moussa Sissoko (24) mit aufstrebenden Talenten aufwarten kann. Und Franck Ribéry schaffte es zuletzt immer häufiger, die beim FC Bayern üblichen Leistungen auch für Frankreich zu zeigen.

Platz 5: Niederlande

WM-Qualifikation: 9 Siege – 1 Unentschieden

Die Verantwortlichen des FC Bayern haben mit kritischen Zitaten nach dem Ende seiner Amtszeit in München dafür gesorgt, dass Louis van Gaal in Deutschland ein machtbesessenes und unflexibles Image bekommen hat. Dabei wird einfach vergessen, welch großartiger Trainer, Taktiker und Talente-Entwickler van Gaal ist. Davon profitierte nach dem Vorrunden-Aus bei der EM 2012 auch die niederländische Nationalmannschaft, Oranje spazierte durch die Qualifikation. Van Gaal meisterte dabei den Spagat, trotz der Pflichtaufgabe viele neue Spieler zu testen und somit seinen Kader breiter aufzustellen. Vor allem in der Defensive hat van Gaal mit Daryl Janmaat, Jetro Willems oder Stefan de Vrij den nötigen Umbruch eingeleitet und viele Defizite aufgearbeitet. Um in den Titelkampf eingreifen zu können, fehlt der neuformierten Abwehr im Umkehrschluss aber Erfahrung.

Platz 4: Argentinien

WM-Qualifikation: 9 Siege – 5 Unentschieden – 2 Niederlagen

Lange Jahre bestand zwischen dem Lionel Messi im Barcelona-Trikot und dem in Argentiniens Farben ein Missverhältnis. Seine Weltfußballer-Titel sicherte sich Messi fast ausschließlich mit Toren im Verein. Doch mittlerweile gleichen sich die Leistungen an, auch weil es Trainer Alejandro Sabella geschafft hat, die Last in der Albiceleste auf mehrere Schultern zu verteilen. Die WM-Qualifikation war ein Selbstläufer, in Freundschaftsspielen gegen Deutschland (3:1) und Italien (2:1) wurden wichtige Prestige-Erfolge gefeiert.

Platz 3: Brasilien

Confed-Cup und Testspiele seit 2012: 18 Siege – 5 Unentschieden – 5 Niederlagen

Brasilien ist fünffacher Weltmeister. Brasilien hat im kommenden Jahr den Heimvorteil. Und Brasilien hat unter Trainer Luiz Felipe Scolari wieder in die Erfolgsspur gefunden. Trotzdem ist die Selecao nicht der automatische Topfavoit, wie ich schon direkt nach dem Sieg beim Confed Cup geschrieben habe. Seitdem hat sich wenig verändert, Brasilien ist wieder im Testspiel-Modus. Dabei gab es gegen die Schweiz eine 0:1-Niederlage, gegen Australien, Portugal, Südkorea und Sambia folgten überzeugende Siege.

Platz 2: Deutschland

WM-Qualifikation: 9 Siege – 1 Unentschieden

Dass Deutschland zu den WM-Favoriten gehört, ist keine Breaking News. Trotzdem kann man nicht oft genug die kurzsichtige Denkweise kritisieren, für das DFB-Team zähle in Brasilien nur der WM-Titel. Die Qualität und auch die nötige Erfahrung ist mittlerweile ohne Frage vorhanden, doch es gibt auch genügend Fragezeichen. Da wären 1. der Fitnesszustand der international immer stärker eingebundenen Spieler aus München und Dortmund, 2. die schwierigen klimatischen Verhältnisse in Brasilien, 3. das immer noch anfällige Defensivverhalten der gesamten Mannschaft, 4. der verletzungsanfällige Sturm und 5. große Qualität der Gegner.

Platz 1: Spanien

WM-Qualifikation: 6 Siege – 2 Unentschieden

Wir sind uns sicher, auch vor der WM 2014 wird es einen Abgesang auf die spanische Nationalmannschaft geben. Nach drei Titeln in Serie sollen die Spieler satt sein, Leistungsträger wie Xavi zudem ihren Zenit überschritten haben. Objektiv betrachtet, ist das aber nicht mehr als das berühmte Pfeifen im Walde. Trainer Vicente del Bosque hat die Verjüngung bereits eingeleitet, mit den seit Jahren erfolgreichen U-Nationalmannschaften Spaniens fällt das auch leicht. Seit dem EM-Finale 2012 gegen Italien hat Spanien nur ein Spiel verloren, das 0:3 gegen Brasilien im Confed Cup-Finale kam allerdings vor allem wegen fehlender Frische zustande. Bei der Frage nach dem Topfavoriten gibt es deshalb nur eine Antwort.

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