„Wir arbeiten ja mit der NFL zusammen“

In dieser Saison sind „erstmals alle Playoff-Spiele der NFL im deutschen Free-TV zu sehen“. Woher ich das weiß? Die Kommentatoren von Ran haben es mir am Wochenende ungefähr 30-mal erzählt. Auch Menschen, denen man Dinge sehr oft sagen muss, bevor sie sich etwas merken, wissen inzwischen außerdem, dass „Football in Deutschland boomt“. Denn die übertragende Redaktion hat es sich nach eigenen Worten zur Aufgabe gemacht, „für diesen faszinierenden Sport zu begeistern“. Damit ist die Perspektive der Berichterstattung von vornherein explizit benannt: Fans werben für ihren Sport. Dabei hätte dieser das gar nicht nötig, denn spannend und interessant waren die vier Spiele allemal.

Der Interessenkonflikt, dem Sportfernsehen heutzutage ohnehin ausgesetzt ist, besteht ja darin, dass Übertragungsrechte teuer erworben worden sind. Kritische Blicke erscheinen da vielfach zu riskant. In insgesamt etwa zehn Stunden Football, die ich auf Pro Sieben Maxx und Sat.1 verfolgt habe, wurden Themen wie die Debatte um Langzeit-Gehirnschäden von NFL-Profis oder der drohende Umzug einiger Teams nach Los Angeles mit keiner Silbe erwähnt. Stattdessen viel Geschrei und aufgesetzte Begeisterung (in jedem einzelnen Spiel gab es etliche „unfassbare“ Szenen).

„Wir arbeiten ja mit der NFL zusammen“, erzählte der bei Ran für „Social Media“ zuständige Christoph „Icke“ Dommisch am Sonntag nicht ohne Stolz. Mit der NFL „zusammenarbeiten“, was das bedeutet, hat der Sender ESPN, der zum Disney-Konzern gehört, in den USA im vergangenen Jahr deutlich gemacht. Der Vertrag von Starkolumnist Bill Simmons, der die Liga mehrfach für ihren Umgang mit häuslicher Gewalt von Profis kritisiert hatte, wurde nicht verlängert, die von ihm gegründete Sport- und Popkulturseite Grantland wurde eingestellt. Simmons war bereits 2014 für mehrere Wochen vom Sender suspendiert worden, als er Liga-Präsident Roger Goodell kritisiert hatte. Simmons warf dem Funktionär Verharmlosung im Zusammenhang mit dem Spieler Ray Rice von den Baltimore Ravens vor. Rice hatte seine Freundin in einem Aufzug bewusstlos geprügelt, wie Videoaufzeichnungen belegten.

Auf der Seite espn.com prangt da, wo früher die Grantland-Beiträge beworben wurden, jetzt das Logo der NFL, des „Partners“ von ESPN. Das gleiche NFL-Logo ist auch auf dem Notebook von Dommisch zu sehen, dessen Rolle in den Ran-Sendungen darin besteht, mit berlinerndem Akzent Twitter-Fotos von Zuschauern zu zeigen und auf alle Features der sendereigenen Website hinzuweisen.

Dabei funktioniert einiges an den NFL-Übertragungen von Ran durchaus gut. So sind die Experten, die dem jeweiligen Kommentator zur Seite gestellt werden, tatsächlich solche. Die Fachkenntnis, mit der etwa der ehemalige Football-Coach Patrick Esume Szenen sofort richtig einschätzen und Aspekte erläutern kann, die dem Laien entgangen wären, stellt fast alles in den Schatten, was Experten bei Fußballübertragungen leisten. Ob man den Kommentatorenstil von Frank Buschmann oder Florian Schmidt-Sommerfeld mag oder nicht, ist natürlich Geschmackssache.

Dass es bei aller Fachkenntnis oft noch am Gespür für den Rhythmus des Sports fehlt, wenn etwa die immer wiederkehrenden senderinternen Werbe-Ansagen für die Website mit laufenden Spielzügen kollidieren, die Promotion dann aber ungerührt fortgesetzt wird, das sind kleine Ärgernisse, die sich im Laufe der Zeit einspielen sollten. Andere Probleme werden bleiben.

Beim US-Sport fällt in der Regel die ansonsten im deutschen Sportfernsehen unverzichtbare „Wir sind alle für die Deutschen“-Grundtonalität weg, mangels deutscher Beteiligung. Das könnte die Chance zu einer mehr am Sport selbst als an Sympathien orientierten Berichterstattung sein. In Ansätzen wird das genutzt, zu großen Teilen aber durch eine infantile „Wie geil ist das denn?“-Mentalität ersetzt. Offenbar kann man sich Freunde des US-Sports in Deutschland nur als Teenager vorstellen, oder als Menschen, die durch US-Sport ihre Jugend verlängern wollen. Dabei ließe sich etwa der Football auch als Sport ernst nehmen, ohne dass man jede Distanz aufgeben oder kritische Aspekte ignorieren müsste. Dass das in Deutschland fehlt, mag ursprünglich Folge eines kulturellen Missverständnisses gewesen sein. Jetzt ist es institutionalisiert worden: Dank der neuen „Kooperation“ mit Ran hat die NFL jetzt mehrstündige Werbesendungen für ihr Produkt platziert. Erstmals im deutschen Free-TV.

Be Sociable, Share!

13 comments

  1. Bernd W

    Vielleicht mal eine andere Perspektive:

    Ich bin (halber) US-Amerikaner und mit Football aufgewachsen. Ich mag die Sat. 1-Übertragungen. Warum?

    1) Ich freue mich, überhaupt NFL-Football auf einem relativ weitverbreiteten HD-Sender sehen zu können, für den ich einfach nur den Fernseher anzumachen brauche. Das ist für mich in Deutschland neu.
    2) Ich identifiziere mich mehr als bei anderen Sportarten mit dem Missionarsgedanken, den die Kommentatoren verkörpern. Ich freue mich ja, wenn andere mein Nischeninteresse teilen.
    3) Ich kann die ständigen Regelerklärungen und die Abwesenheit tiefergreifender Debatten nachvollziehen, weil ich davon ausgehe, dass sich mitten im Spiel ein größerer Teil der Zuschauer über eine Erklärung der Pass Interference-Regeln freut als über eine detaillierte Erklärung der Gehirnerschütterungsproblematik. Wenn ich die lesen will gibt es genügend (zugegebenermaßen nur englischsprachige) Quellen für solche Artikel.
    4) Die Übertragungsrechte werden (im Gegensatz zur global üblichen Praxis) nicht-exklusiv vergeben. Wenn ich die US-Übertragungen sehen will, kann ich mir den NFL League Pass kaufen. Wenn ich die z.B. die Premier League in Deutschland gucke, kriege ich nur das zu sehen, was mir Sky zeigt, und habe keine (legale) Alternative.
    5) Die Werbeeinblendungen kommen deshalb so holprig, weil es im Football nun mal unmöglich ist, den Großteil der Pausen vorherzusagen. Darüber hinaus werden die Spiele der NFL von den übertragenden Sendern produziert (anders als z.B. bei der Fußball-Bundesliga, die dafür eine Tochterfirma hat). Die haben naturgemäß wenig Interesse daran, Produktionsabläufe mit den Auslandssendern zu synchronisieren, weil sie von den Auslandseinnahmen keinen Cent abbekommen.
    6) Es ist sicherlich eine Geschmacksfrage, aber ich finde die ran-Übertragungen unterhaltsamer als z.B. die (fachlich ebenfalls kompetenten) SPOX-Übertragungen der NBA. Bei letzterem Deal muss man festhalten, dass die NBA nicht nur Übertragungsrechte abgegeben hat, sondern gleich auch das Recht (bzw. die Verpflichtung) zum Betrieb einer offiziellen Website der Liga für den deutschen Markt. Sicherlich bietet das mehr Konflikte als das Vorgehen der NFL mit ProSieben Sat.1.
    7) Um vielleicht auch mal etwas zuzustimmen: Mir gefiel es Anfang der Saison wirklich nicht und ich fand es zum Fremdschämen, als die Kommentatoren Greg Hardy mit halbem Grinsen als „bösen Jungen“ bezeichneten. Entweder kann man sich ganz vom journalistischen Anspruch verabschieden oder kritisch sein – solche Relativierungen finde ich aber ganz übel.

    Ich glaube fest an Folgendes: Wenn die NFL in Deutschland noch beliebter wird wird es für andere, unabhängige Medienschaffende die Chance geben, mit tiefergehender, kritischerer Berichterstattung ein Publikum zu finden. Bis das der Fall ist ist es aber notwendig, überhaupt erstmal ein Publikum zu begeistern – und dafür ist der von „ran“ gewählte Ansatz meiner Meinung nach der Richtige.

    Trotzdem vielen Dank für die kritische Auseinandersetzung mit den Übertragungen, die über die übliche euphorische Berichterstattung zu Einschaltquoten hinaus geht!

    Antworten
  2. Pro7 Maxx überträgt Spiele der NFL und hat sich nicht auf die Fahnen geschrieben, umfangreiche Dokumentationen rund um Football zu zeigen. Die Problematik „Gehirnerschütterung“ und Spätfolgen dieser wird so oft angesprochen, dass es die Stammzuschauer schon eher nervt. Die Problematik um den möglichen Umzug von Teams wurde während des Spiels einer der betroffenen Mannschaften vor wenigen Wochen sehr ausführlich erklärt und auch auf der HP von ran.de gibt es zumindest kurze Meldungen dazu.

    Patrick Esume ist in der Tat genau der Experte, den man positiv erwähnen sollte. Aber er ist kein „ehemaliger Football-Coach“ er ist Head Coach der Französischen Football-Nationalmannschaft und war früher mal in der NFL (ich glaube als Assistenz-Coach) tätig (sicher sollte sich darauf das ehemalig bezihen).

    Dieser Eintrag ist sicher ein interessanter Diskussionsansatz. Aber eine etwas tiefer gehende Recherche und Betrachtung der Voraussetzungen auf Seiten des Senders/des Ran-Teams, wäre schön gewesen. Ich denke, dass Pro7/Sat1 das als Experiment mit überschaubarem Risiko angesetzt hat und aus wenig schon sehr viel macht. Dass die Leute, die dahinter stehen, den Sport mit leben und in Dtl. voran bringen wollen und deswegen vllt. manchmal etwas zu viel Werbung machen…das tut mMn Niemandem weh.

    Sicher gibt es Verbesserungspotenzial für die nächste Saison. Die guten Quoten geben hoffentlich auch Ressourcen frei, um genau dieses auch auszuschöpfen. Alleine bei den Übertragungen innerhalb dieser Saison hat sich schon vieles verbessert (z.B. die Art der Social Media Einbindung/Darstellung, wenn „Icke“ was zeigt.)

    Antworten
  3. Hado

    Ich habe die Saison eigentlich ebenfalls ausgiebig verfolgt. Nicht nur die Quoten sondern auch der Freundeskreis zeigt: ES BOOMT und das finde ich toll! Früher konnte ich die Leute welche den Superbowl schauten an einer Hand abzählen, heute erreichen Social Media Beiträge dazu große Gruppen mit reichlich positiver Ressonanz. Darin sehe ich vor allem das gelungene Konzept von RAN-NFL und Pro7-MAXX als Grundlage des Erfolges.

    Die Werbepausen empfinde ich sogar als angenehm, weil diese nicht wie im US-TV endlos erscheinen, sondern man sich während der 8-10h Übertragung gut um Haushalt, Familie/Freunde und sonstige Bedürfnisse kümmern kann. Die aktive Interaktion zw. Zuschauern und Moderatoren (es werden ja nicht nur Bilder gezeigt) vermittelt für mich das Gefühl, aktiv am Geschehen mitzuwirken und stärkt das angesprochene Gruppengefühl „Wie geil ist das denn?“. Ich hoffe grade, dass diese Begeisterung nicht in folge steigender Quoten und Zuschauerressonanz verloren geht. Der in den vorherigen Kommentaren angesprochenen Kritik, dass der 20 Hinweis auf die Homepage dann nervt folge ich. Das kann man reduzieren.

    Die kritischen Verweise, dass die Schattenseiten zu sehr ausgeblendet wurden, sind für mich nicht ganz nachvollziehbar. Ich erinnere mich ua. das besagte Storry und Sperre des Spielers ausgiebig thematisiert wurde. Ebenso gewisse Verletzungsrisiken wurden angesprochen und ich vergesse auch nicht den ausufernden Monolog von Jan Stecker warum Jugendspieler niemals auf ihrem Mundschutz kauen sollten weil dieser so wichtig sei.

    Klar kann man ausgiebiger Hintergrundberichte gestalten, aber dafür ist in der Sendung meiner Meinung nach kein Platz. Die besagte Homepage könnte es aber so schaffen von mir täglich „gesuchtet“ zu werden. Darin setze ich meine Hoffnungen bei der Sendergruppe. Es wurde ja mehrmals erwähnt dass das Konsumentenfeedback wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde und bei einem Deal welcher noch über 3 Jahre geht erhoffe ich mir so einige Steigerung im Umfang der Redaktion.

    Antworten
  4. schnullibulli

    Auch ich habe mich gerne begeistern lassen von den Kommentatoren und Experten auf Pro7 maxx und Sat1.
    Gerade, wenn man sich die Nacht um die Ohren schlägt, ist die Art zu kommentieren wie es Frank Buschmann vorlebt auch essentziell.
    Trotzdem kann ich mich mehrfach daran erinnern, dass gerade Themen wie Gehirnerschütterungen durchaus angesprochen und diskutiert wurden…
    Vielleicht hättet Ihr lieber mehr als nur 10 Stunden recherchieren sollen, was im Prinzip ja nur etwa drei Spiele sind. Es sind ja nicht nur die Playoffs übertragen worden.
    Wenn man Football nur aus der Perspektive der kritischen Berichterstattung sehen will, sollte man sich lieber im Internet auf die Suche machen…
    Ich schau mir ja auch nicht ein Fussballspiel an, damit ich mehr über die Machenschaften der FIFA erfahren kann.

    Antworten
  5. Speedy

    Ich selbst schaue Football seit den 1970er Jahren. Meine Frau fand den Sport bislang nur langweilig. Am Sonntag hat sie erstmals bei SAT1 mitgeschaut und blieb hängen. Gestern fragte sie mich sogar, wann wieder Football im Fernsehen kommt. Da sich der Sport nicht so sehr geändert hat, muss es wohl an der Präsentation auf Pro7 maxx und SAT1 liegen, dass auch Laien abgeholt werden. Wenn das in der Folge zukünftig zu mehr Football im Free-TV führt, kann ich auch mit Buschi und sogar Icke leben. Die Experten sind ohnehin klasse.

    Antworten
  6. Der Torwart

    football ist ein verdammt geiler sport. habe mein ganzes leben lang fußball gespielt und habe dann vor gut 1-2 jahren mit football angefangen. ich finde es toll, dass er immer mehr zulauf bekommt, denn das hat er wirklich verdient. deshalb kann ich dieses „früher war alles besser“ gehabe kaum verstehen.

    Antworten
    • Daniel Raecke

      Vielen Dank mal gesammelt für all Ihre Kommentare!

      Zu betonen, dass Football ein toller Sport sei, geht aber etwas an dem vorbei, was ich thematisieren wollte. Wenn ich den Sport nicht interessant fände, hätte ich die angesprochenen Sendungen ja gar nicht gesehen.

      Mag auch sein, dass zu einem früheren Zeitpunkt der Saison mal andere Themen angesprochen wurden, aber soll das heißen, man darf eine TV-Kritik nur schreiben, wenn man alle Sendungen eines Formats in Gänze gesehen hat? Wie sollte das funktionieren? Ein berechtigter Einwand auf meinen Text wäre das in der Tat, wenn die von mir wahrgenommene Abhängigkeit oder Distanzlosigkeit nur ein zufälliges Phänomen des vergangenen Wochenendes gewesen wäre. Das kann ich mir aber kaum vorstellen, und ich habe durchaus schon einige der Ran-Sendungen verfolgt.

      Eine ähnliche Kritik trifft übrigens auch auf andere Sender und andere Sportarten zu: Die ARD hat im Radsport auch nicht gerade von Beginn an kritische Fragen zu Doping bei der Tour de France gestellt. Der Sender sponsorte sogar das Team Telekom, war also gleich mehrfach in einem Interessenkonflikt, der kritische Nachfragen verhinderte. Im Fußball erzeugt das viele Geld, das für Übertragungsrechte ausgegeben wird, ebenfalls einen Druck, das Produkt in einem positiven Licht darzustellen. Besonders an den NFL-Übertragungen ist nur die explizite Ansage, dass Journalisten Werbung für das machen wollen, über was sie berichten. Man kann eigentlich kein Einführungsseminar zu journalistischen Standards besuchen, ohne darauf zu stoßen, dass hier ein Problem besteht. Kann ja gut sein, dass einen das gar nicht stört, wenn man Footballfan ist. Ich will es niemandem nehmen, seinen Sport kritiklos zu verfolgen. Aber es sollte zumindest auch möglich sein, auf aus einer berufsethischen Perspektive des Journalismus gesehen bedenkliche Tendenzen und Phänomene hinzuweisen.

      Antworten
      • schnullibulli

        Wir sind doch alle froh über Kritik und die damit verbundene Diskussion!
        Aber wenn man kritisiert, dass bestimmte Themen in einer Sportübertragung ausgegrenzt werden, ist es doch auch durchaus interessant, wenn andere, die wahrscheinlich mehr Übertragungen gesehen haben, bestätigen, dass diese Themen eben nicht ausgegrenzt wurden, sondern sogar relativ oft angesprochen wurden…
        Dann basiert meiner Meinung nach die Kritik auf falschen Fakten. Und in diesem Fall finde ich die Kritik dann eben nicht mehr uneingeschränkt berechtigt…

        Abgesehn davon sind natürlich Pro7 maxx und Sat1 interessiert an der Vermarktung der NFL und auf alle Fälle sind wir uns ja auch einig, dass die Präsentation teilweise etwas überzogen ist.
        Aus Journalistischer sicht ist daran vielleicht Kritik angebracht und wurde hier auch nicht grundsätzlich in Frage gestellt.
        Trotzdem überwiegt für viele, die diesen Sport schon lange verfolgen momentan die Freude darüber, dass endlich in Deutschland das Interesse wächst und auch das Angebot steigt…

        Antworten
      • Der Torwart

        Im Grunde genommen verstehe ich dein Anliegen und man kann von der NFL halten, was man möchte und sie auch gerne kritisch hinterfragen. Im Prinzp ist es, wenn man es verspitzt formuliert, auch nur eine 10 stündige Werbesendung für die NFL, aber auch, und das sei besonders herausgehoben, eine 10 stündige Werbung für einen grandiosen Sport. Wenn man es so will, dann war die NFL Europe und auch die derzeitigen Spiele auf europäischen Boden auch nicht mehr als Marketing.
        Ich denke, dass diese herangehensweise einfach die sportliche Vielfalt eine neue Dimension gibt. Welchen Sport man nun verfolgen oder ausüben möchte, kann dann jeder für sich entscheiden. Wichtig ist jedoch die Wahl zu haben.

        Und zum journalistischen Wert der Übertragungen kann man allerdings wahrlich geteilter Meinung sein. Es läuft nicht alles professionell ab und das merkt man auch. Einige Kommentatoren sind wenig erfahren, aber so auch die Zuschauer, wodurch es einen durchaus authentischen Eindruck macht. Zu alle dem hat es einen gewissen Charme und man sieht, dass die Mitwirkenden richtig Bock darauf haben und mit viel Herz bei der Sache sind. Nicht wie einige schläfrige Fußballkommentatoren.
        Zum Anderen wird Sat1Pro7 kein riesiges Budget für dieses, in den Kinderschuhen steckende, Format bereit halten. Wodurch das, was daraus gemacht wird, eine tolle Leistung ist.
        Zu guter letzt muss auch im Fernsehen nicht alles nach einen roten Faden laufen oder höchstprofessionell gehalten sein. Es muss lediglich unterhalten.

        Gib dem Ganzen etwas Zeit. 🙂

        Antworten
  7. NFL-Fan

    also ich habe dieses Jahr auch zahlreiche Übertragungen der NFL auf Pro7Maxx bzw. Sat 1 verfolgt und war von den ganzen Art und Weise der Moderatoren/Kommentatoren begeistert. Sie haben es ohne großartig Partei für ein Team zu ergreifen geschafft die Begeisterung und Leidenschaft für diesen tollen Sport zu transportieren. Ich würde mir wünschen, dass dies auch bei anderen Sportarten insbesondere beim Fußball möglich wäre. In anderen Ländern, gerade m Süden wird grundsätzlich viel emotionaler moderiert. Wenn ich bei uns dann bela rethy und co höre, könnte ich direkt abschalten.

    Antworten
  8. Ralph

    Der Artikel ist gut. Ich fand Patrick auch ganz gut. Es war mal eine schöne Abwechslung zu Scholl und den Experten von Sky.
    Ich bin gespannt, wie sich die NFL weiterhin in Deutschland etabliert. Obwohl ich fast vermute, dass die Nachtraubende Übertragunszeit wohl einer größeren Bedeutung im Wege steht.

    Antworten
  9. DRST

    Macht ihr eigentlich noch was, oder hat die Homepage das schreiberliche Zeitliche gesegnet. Wäre schade drum!

    Antworten
    • Daniel Raecke

      Aktuell kommen wir aus beruflichen und familiären Gründen leider nicht mehr dazu, die Seite zu betreiben. Das finden wir auch schade, aber leider finden wir momentan nicht die Zeit dafür.

      Antworten

Kommentar verfassen